Interessante Treffen

24 Begegnungen mit den Partnerstädten sind in diesem Jahr bisher geplant. Das erläuterte Ullrich Kremser (FDP), Beauftragter des Stadtrates für Partnerstädte, in der Stadtratsitzung vergangen Donnerstag. Mit Quiberon (seit 1971), Trient (seit 1987), Sopron (seit 1987), Sligo (seit 1990) und Bad Dürkheim (seit 2001) hat Kempten derzeit fünf Partnerstädte.

In den Jahren 2008 und 2009 habe es 41 bzw. 39 Treffen mit den Partnerstädten gegeben. Davon fanden 12 bzw. 15 in Kempten statt, berichtete Kremser. Die gegenseitigen Besuche waren kulturell, schulisch oder sportlich bedingt. Es fanden aber auch allgemeine Reisen statt. „Im vergangenen Jahr reisten 386 Kemptener in die Partnerstädte, 335 Personen kamen zu uns“, bilanzierte er. Auf den Reisen lerne man nicht nur die Sprache, Kultur und Lebensweise des anderen kennen, sondern erlebe auch Begegnungen in einer globalen Welt. Kremser schilderte, dass immer wieder Bürgerreisen – zum Teil mit der Unterstützung des Freundeskreises – stattfinden. Zuletzt sei man in Quiberon gewesen. Die Agnes-Wyssach-Schule organisiere Fahrten nach Trient und Sligo. Außerdem findet ein Jugendaustausch mit Sligo statt und das Hildegardis-Gymnasium pflegt engen Kontakt zu den Partnerstädten. „Der Kammerchor Kempten hat schon alle Partnerstädte besucht und auch Konzerte gegeben“, berichtete er. Zusammen mit OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) und dessen Frau sei er vergangenes Jahr in Sopron bei 20 Jahre Paneuropäisches Picknick gewesen. Auch privat besucht Kremser immer wieder die Partnerstädte. „Natürlich auf eigene Kosten, wie auch die Bürgerreisen“, stellte er klar. Irische Nacht geplant „Gastfreundschaft bieten und erleben“, führte Kremser als Motto an. Heuer sind bisher 24 Begegnungen fest ausgemacht. So steht das 20-jährige Jubiläum mit Sligo auf dem Programm. In diesem Zusammenhang findet während der Allgäuer Festwoche eine Irische Nacht statt. „Der Bürgermeister von Bad Dürkheim hat sich für den Jazzfrühling angemeldet“, erzählte Kremser. Eine Gruppe aus Bad Dürkheim wird beim Jazzfrühling mitmachen. Die Sing- und Musikschule wird nach Sopron reisen, und eine Klasse der Staatlichen Realschule macht die Abschlussfahrt nach Sligo. „Es sind schon echte Freundschaften entstanden“, sagte Kremser. Man müsse aber das Angebot für die Partnerstädte ausbauen, „denn „Menschen gehen dahin, wo es spannend ist“, griff Kremser ein Zitat Netzers zur Gerberstraße auf. „Eine weitere Partnerstadt wäre denkbar“, meinte er zum Abschluss. Zur Erweiterung des Sprachensektors schlug er Santa Fe vor. „Dort wird halb Englisch, halb Spanisch gesprochen“, so Kremser.

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