Bürger dürfen mitreden

Die Zukunft hat begonnen

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Prof. Sigrid Kallfaß (links) und Prof. Irmgard Teske informieren die interessierten Bürger im Rahmen der Zukunftswerkstatt über aktuelle Themen.

Isny – Das Projekt „Bürgerbeteiligung“ läuft in Isny nun schon einige Zeit. Immerhin hat man aus den Zusammenhängen mit dem Bürgerentscheid im Februar 2012 eine Menge gelernt.

Rund 50 interessierte Teilnehmer hatten sich in der Mensa im Schulzentrum eingefunden und hörten am Freitag die Einführungsreferate von Frau Prof. Irmgard Teske und Frau Prof. Sigrid Kallfaß. So wurden alle auf den gleichen Informationsstand gebracht.

Prof. Irmgard Teske hatte die Auswertung und daraus zu ziehende Schlussfolgerungen der Seniorenbefragung ausführlich vorgetragen. Vieles an Fragestellungen und Ergebnisse der Auswertung geht in die Richtung, die für die Zukunftswerkstatt maßgebend sein sollte. Bevor sie auf die Einzelheiten einging, hatte Bürgermeister Rainer Magenreuter das Wort. Ihm ist es wichtig, dass Zielkonzepte entstehen, die sich auch realisieren lassen. In seinem kurzen Rückblick wies er noch einmal auf das vom Gemeinderat in der Klausur entwickelte Leitbild der Stadt hin, das nichts an seiner Aktualität eingebüßt hat.

Vieles ist da schon auf den Weg gebracht worden. Vom Einzelhandelskonzept der CIMA, Ideenwettbewerb zur Gestaltung der südlichen Altstadt bis hin zu den realen Schritten zur Sanierung des Gebiets. Das Motto des Ganzen ist auf alle Fälle: „Der beste Weg die Zukunft voraus zu sagen ist, sie zu gestalten.“

Auf der Grundlage der Seniorenbefragung wurden per Definition verschiedene Begriffe erläutert. Auch der Familienbericht wurde von Prof. Irmgard Teske zitiert und erläutert. Im Anschluss kam Prof. Sigrid Kallfaß zu Wort, die vor allem auch Tendenzen auf Grundlage der Zahlen des statistischen Landesamtes vortrug. Studien zur Mobilität, der demografischen Entwicklung und der überall spürbare politische Wandel waren Themen von ihr.

Drei Arbeitsgruppen

Der Samstag sah dann etwas anders aus. Von allen möglichen Themen wurden „Gewinnen durch Zusammenarbeit“, „Isny zwischen Modernität und Tradition“ sowie „Bedarfsorientierte und erlebnisreiche Innenstadtentwicklung“ für die drei Arbeitsgruppen ausgesucht. Die Diskussionen in den Arbeitsgruppen waren rege und ein Zettel nach dem anderen landete auf den Pinnwänden. Nach der Mittagspause bemühten sich die drei Gruppen um das Zusammentragen der daraus entstehenden Projekte und der Vorschläge oder Einwände zu den Themen. Die Auswertung durch Prof. Sigrid Kallfaß und die Sprecher der Gruppen kam zum allgemeinen Abschluss. Das war schon ein ganz anständiger Arbeitsaufwand, aber die tatsächliche Arbeit kommt noch. Jetzt wird das Ganze dem Gemeinderat vorgestellt und es werden Projekte ausgesucht, die Aussicht auf Verwirklichung haben.

Bürgermeister Rainer Magenreuter zeigte sich mit den bisherigen Ansätzen zufrieden. „Jetzt kommen wir in die nächste Phase. Projektleiter müssen gefunden werden, Mitarbeiter dafür bestimmt werden und nach allen theoretischen Erwägungen kommt dann auch die praktische Umsetzung der Projekte“, sagte er.

Was nun irgendwann ebenfalls einsetzen wird, ist der Wechsel von Bürgerbeteiligung zu Bürgerengagement, also von der Theorie zur Praxis. Engagierte Mitdenker sollen sich ernst genommen fühlen. Kallfaß ist als erste gefordert, denn sie leitet auch die Auswertung der zwei Tage. Was sich daraus ergibt wird mit Sicherheit auch wieder einige Überraschungen mit sich bringen.   Manfred Schubert

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