Planungswerkstatt mit starker Bürgerbeteiligung

Bewegung im Verkehrskonzept

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In Gruppen diskutieren die Isnyer über die Weiterentwicklung der Stadt.

Isny – Vergangene Woche lud die Stadtverwaltung zur ersten Planungswerkstatt zu den zwei in Auftrag gegebenen Verkehrskonzepten ein und nahm so einen Teil der Bürger mit ins Boot, die sich für die Stadtentwicklung interessieren und bereit sind dafür Zeit einzusetzen.

Zusammen mit den Planungsbüros VIA (Fahrradkonzept) und Dr. Brenner (Verkehrs- und Parkierungskonzept) sowie der Stadtverwaltung wurde über die vorgelegten Gutachten diskutiert. 

Im großen Sitzungssaal des Rathauses hatte man sich zu einer Einführung zusammen gefunden. Claus Fehr, zuständig für das Bauwesen und die Stadtentwicklung, begrüßte die Gäste und gab an die Vertreter der Planungsbüros weiter, die ihre bisherigen Untersuchungen erläuterten. Hierbei ging es vor allem um die Wiederholung der Ausführungen die schon dem Gemeinderat vorgestellt, und zum besseren Verständnis neu dargestellt wurden. Peter Gwiasda, Projektleiter der VIA, beschäftigt sich mit dem Radwegekonzept. Eigentlich ist er mit der Entwicklung recht zufrieden. Immerhin steht im Rahmen einer größeren Untersuchung Isny auf Platz 15 von 252 Städten unter 100 000 Einwohnern. In dieser ersten Veranstaltung wollte er vor allem erreichen, dass auch noch darüber diskutiert werde, wie die im Außenbereich noch bestehenden Lücken im Radwegenetz geschlossen werden können und wie innerstädtische Radwege noch sicherer gemacht werden können. Die von ihm untersuchten Fahrradunfälle der vergangenen fünf Jahre lassen keine Rückschlüsse auf die Infrastruktur in Wohnbereichen zu und sind erfreulich gering, wobei jeder einzelne Unfall natürlich einer zu viel ist. Dipl. Ing. Ulrich Noßwitz und Dipl. Ing. Silvia Berndt hatten sich mit dem Verkehrs- und Parkierungskonzept auseinander gesetzt. Auch sie hatten die Ergebnisse ihrer Untersuchungen schon im Gemeinderat erläutert und auf die kritischen Bereiche hingewiesen. Bei der Verkehrs- und Parkierungsplanung geht es vor allem darum, den Verkehr so zu leiten, dass keine Gefahren für Verkehrsteilnehmer entstehen und – wie Dipl. Ing. Noßwitz immer wieder betonte – nicht soviel Parkraum entsteht wie möglich ist, sondern nur soviel wie nötig ist. Nach der Einführung ging es in die Arbeitsgruppen. Die Radler waren als große Gruppe im historischen Sitzungssaal an der Arbeit und um den innerstädtischen Verkehr kümmerte man sich in zwei Arbeitsgruppen im großen Sitzungssaal. Zwei Stunden lang wurden Argumente vorgebracht, Visionen dargestellt und Ideen gesammelt. In einer gemein- samen Schlussveranstaltung erläuterten die Diskussionsleiter die Ergebnisse aus dieser Arbeit, nahmen sich die Zettel von der Pinnwand als Hausaufgaben mit und verkündeten die nächsten Termine der dann getrennten Planungswerkstätten. Die Radler treffen sich am Mittwoch, 13. März, zur nächsten Runde und über die Innenstadt wird am 10. April weiter diskutiert. Manfred Schubert

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