Das Isnyer Schloss lebt

Die Kunst- und Kulturstiftung Schloss Isny besteht nun seit zehn Jahren. Im Jahre 1997 erwarben die Brüder Rolf und Hans Müller mit großem finanziellen Aufwand das Kulturdenkmal „Isnyer Schloss“, eine ehemalige Benediktiner-Abtei, die 1803 aufgelöst wurde und deren Liegenschaften an die vormals linksrheinisch sitzenden Grafen von Quadt übergeben wurden. Der Ankauf umfasste das Abtshaus mit Refektorium und Grünanlagen. Zuschüsse der Stadt, des Denkmalamtes Tübingen und der Denkmalsstiftung Baden-Württemberg bewahrten das Schloss vor weiterem Verfall.

Die Hechelmannstiftung zum Erhält und zur Sicherung des künstlerischen Werkes von Friedrich Hechelmann nahm das zum Anlass, ebenfalls der Kunst- und Kulturstiftung beizutreten. Josef Hechelmann-Baschnegger übernahm den Umzug von Weiler in das Schloss und den Aufbau der heute bestehenden Kunsthalle, die nun das Herzstück des Schlosses darstellt. Die an das Haupthaus angrenzenden Wirtschaftsgebäude wurden von mehreren Privatleuten erworben, die als Mietergemeinschaft eng mit der Kulturstiftung zusammen arbeiten. Die Klarstellung der Besitzverhältnisse sei ein Anliegen der Stiftung. Durch die Vermietung der Räume könne die Stiftung im groben Rahmen die Kosten decken. Die Kunsthalle ist im Schloss also auch nur Mieter. Die Ausgestaltung der Gallerieräume hatte in enger Absprache mit der Stiftung Friedrich Hechelmann finanziert und so unter Leitung von Josef Hechelmann-Baschnegger ein Kleinod geschaffen, das die Bezeichnung Schloss durchaus verdient. Die dabei entstandenen hohen Restaurierungskosten werden von der Kunsthalle „abgewohnt.“ Weitere Mieter in den Gebäuden sind: Novus Grafik Design, der Isnyer Maler Werner Kimmerle, Felix Gölker mit Sabine Gölker und Graf Alexander von Quadt. Jetzt, nach zehn Jahren Stiftungsarbeit, sind Vorstand und Beirat der Stiftung vollzählig. Die Vorstandsmitglieder sind: Felix Gölker, Sabine Gölker und Dr. Antje Vollmer. Der Beirat setzt sich zusammen aus Dr. Kai Michael Sprenger, Leiter des Kultur- und Archivamtes in Ravensburg, Bürgermeister Rainer Magenreuter, Prof.. Dr. Gerhard Köpf, Ilse Müller-Vollmer, Uli Hechelmann, Friedrich Hechelmann, Hans-Dieter Beller und Frank Kastl. Die Stiftung ist also im Besitz einer Immobilie, die sie erhalten muss und für die auch Geld fließen sollte. Sie hat außerdem in ihrer Satzung die Ziele festgelegt: Erhält und Pflege des historischen Anwesens für Isny und die Region, Sicherung des künstlerischen Werkes von Friedrich Hechelmann für die Öffentlichkeit und Förderung von Kunst und Kultur in Isny und der Region. All dies geschehe im Sinne der verstorbenen Gründer Rolf und Hans Müller und Josef Hechelmann-Baschnegger, die diese Aufgabe als ihr Lebenswerk betrachteten. Veranstaltungen geplant Das im Haupthaus gelegene Refektorium des ehemaligen Klosters wird schon seit längerem für kulturelle Veranstaltungen genutzt, soll aber ebenfalls gesichert und restauriert werden. Die Belegung mit Veranstaltungen sei nicht ganz problemlos, denn eine übermäßige Nutzung wollen die Verantwortlichen vermeiden. Viele Restaurierungsarbeiten stehen noch auf dem Wunschzettel der Kulturstiftung. Innenhof, Dächer, Grünanlagen und Kuppeln bedürfen der Pflege. Für das Jubiläumsjahr sei außerdem eine größere Veranstaltung bereits in der Planung.

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