Die Isnyer Schlossweihnacht war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg

Schneefreier Weihnachtsmarkt

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Das traditionelle Engelefliegen stand auch wieder auf dem Programm der Isnyer Schlossweihnacht.

Isny – Es ist schon fast ein Familienfest im Innenhof des Isnyer Schlosses. Dicht gedrängt stehen Verkaufsstände, an denen Waren angeboten werden und auch die Besucher sind wieder voll im Einsatz. Man trifft sich, redet miteinander, genießt die angebotenen Leckereien und sorgt auch an den Getränkeständen für den nötigen Umsatz.

Das Begleitprogramm war wieder dicht und abwechslungsreich. Fünf Tage lang waren die Isnyer und ihre Gäste auf dem Weihnachtsmarkt. Pünktlich am Mittwoch um 18.15 Uhr eröffnete Bürgermeister Rainer Magenreuter vergangene Woche die Veranstaltung, nachdem schon die Kindergärten Spatzennest und Villa Kunterbunt auf die Vorweihnachtszeit eingestimmt hatten. Hier hatte die Musikkapelle Beuren mit etwas reduzierter Besetzung die Aufgabe übernommen, die Ansprache des Bürgermeisters zu untermalen und auch das Engele musikalisch zu begrüßen.

Einige nachdenkliche Worte zur aktuellen Herbergssuche der Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten des Nahen Ostens passten gut zur etwas nachdenklichen Stimmung von den Besuchern. Hier also Vorfreude, Geschenke und gemütlicher Genuss und gleichzeitig eine Lage der Asylbewerber, die nicht gerade zum Jubeln Anlass gibt. Wichtig waren Magenreuter auch die Dankworte an die Vorbereiter der Schlossweihnacht und natürlich auch an alle Akteure, die fünf Tage lang das Programm gestalten. Bevor es dann aber auf den Rundweg ging, um die Stimmung in sich aufzunehmen, kam wieder das Isnyer Engele vom Abthaus herabgeschwebt und die kleinen Engel zu Füßen hatten alle Hände voll zu tun die Kinderhände mit Gaben zu füllen.

Eigentlich ist man als regelmäßiger Besucher an die Standplätze der Händler gewöhnt und besonders auch die Stände der Partnerstädte waren dicht umlagert. Finnischen Lachs vom offenen Feuer, nahrhaften polnischen Eintopf, Schweizer Raclette und französische Crêpes wurden angeboten und von allen Partnerstädten waren auch Freunde angereist, die gerne mit dabei waren und sich mit den Besuchern unterhielten.

Auf den direkten Genuss waren allerdings nicht alle eingestellt, aber auch für die gab es ein breites Angebot. Musikgruppen und Kapellen traten auf der Schlossbühne auf, in der Remise hatten täglich andere Handwerker ihre Fertigkeiten zur Schau gestellt und in der Nikolaikirche konnte man beim Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach mitsingen. Auch in das Refektorium des Schlosses waren die Besucher an diesen Tagen immer wieder eingeladen. Einer der Höhepunkte sollte für die Kinder die Aufführung „Tomte Tummetot“ vom Figurentheater Pantaleon am Samstag werden. Auf der Schlossbühne hatte sich am Sonntag der Nikolaus angemeldet und für die Kinder war danach noch Nikolaus-Sprechstunde im „Himmlischen Postamt“.

Manfred Schubert

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