Verbund Türkischer Akademiker Kempten feiert 25-jähriges Bestehen

Von Studenten für Studenten

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Vor 25 Jahren wurde der Verbund Türkischer Akademiker gegründet. Mit einem bunten Programm und Kuchen wurde das Jubiläum an der Hochschule Kempten gefeiert.

Kempten – Sein 25-jähriges Bestehen hat der Verbund Türkischer Akademiker Kempten (KTAB e.V.) mit einem Fest-abend an der Hochschule Kempten gefeiert. Neben einem bunten kulturellen Programm mit türkischer Musik und Bauchtanz ließen auch drei der vier Gründungsmitglieder des Vereines Erinnerungen an die Anfangszeit des Vereines Revue passieren.

Mit begrenzten infrastrukturellen und finanziellen Mitteln, aber einer großen Portion Idealismus und gemeinsamen Ideen habe man den Verein ins Leben gerufen, erzählt Hüseyin Sevinç, der zu den Gründungsmitgliedern von KTAB e.V. gehört. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Beziehungen nicht nur zwischen türkischen Akademikerinnen und Akademikern zu fördern, sondern auch zu Akademikern anderer ­Nationalitäten zu pflegen und einen Beitrag zum interkulturellen Austausch zu leisten. Der Grundstein zur Gründung des Vereines wurde in den späten Achtziger Jahren gelegt. Damals studierte Sevinç in Kempten Betriebswirtschaftslehre. Der türkische Student fand schnell Anschluss und lernte die Kommilitonen Ender Tüzün, Figen Grau und Kürsat Çelik kennen, die ebenfalls zum Studium aus der Türkei nach Kempten gekommen waren. 1991 gründeten die vier zusammen mit sieben weiteren Landsleuten den Verein KTAB e.V. „Wissen aneignen und weitergeben“ sei ein Ziel des Akademikervereines, erklärt Gründungsmitglied Sevinç, der heute als Betriebswirt in Kempten tätig ist.

Die Idee war, ein Mentoring-Programm zu schaffen, um Wissen von einer Studentengeneration zur nächsten weitergeben zu können, neue Studenten an der Hochschule zu betreuen, ihnen Tipps und Ratschläge zu geben und gute Kontakte zur Geschäftswelt, zum Beispiel für Praktika und Jobs, zu vermitteln. Ein gut ausgebautes interkulturelles Netzwerk zu schaffen und soziale Kompetenzen der Mitglieder zu fördern – diese Vereinsziele formuliert Sevinç. „Wir sitzen nicht zwischen zwei Stühlen, sondern auf zwei Stühlen“, heißt es in der Vision der Akademikervereinigung. Man strebe eine Gesellschaft von europäischen Türken an, die die eigene Identität und Kultur lebt und sich gleichzeitig in die deutsche Gesellschaft integriert. Dem Verein sei es auch ein Anliegen, die vielfältige türkische Kultur an Kommilitonen anderer Nationalitäten zu vermitteln.

Highlight des Vereinslebens ist der jährliche Festabend an der Hochschule. KTAB e.V. organisiert aber auch andere Aktivitäten, um deutsche, türkische und internationale Studenten einander näherzubringen: Bei Grillfeiern, Winterhüttenaufenthalten und Backgammonturnieren werden Freundschaften für ein Leben geschlossen.

Nicolas Felder

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