Sozialbau stellt Geschäftsbericht 2012 vor

"Das lief richtig rund"

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Auf der Jakobwiese ist die Sozialbau weiterhin stark engagiert.

Kempten – Mit einer glänzenden Bilanz hat die Sozialbau Kempten das Geschäftsjahr 2012 abgeschlossen. Gesellschafter und Aufsichtsrat dürfen sich nach Angaben des Unternehmens über einen Jahresüberschuss von rund 4,3 Millionen Euro freuen

„Ich bin sehr zufrieden. Ein tolles Ergebnis“, kommentierte Sozialbau-Chef Herbert Singer die Steigerung des Überschusses um rund 0,5 Millionen Euro im Vergleich zu 2011. 

Auf einen Jahresumsatz in Höhe von rund 37,3 Millionen Euro kann die Sozialbau verweisen. Davon entfallen auf Bauinvestitionen rund 22,2 Millionen Euro. Die Bilanzsumme von etwa 164,7 Millionen Euro enthält 63,7 Millionen Euro Eigenkapital (38,7 Prozent). Auf den 502 000 Quadratmetern Wohn- und Gewerbefläche der Sozialbau wohnen, leben und arbeiten derzeit etwa 14 000 Menschen. Herz und Kreislauf der Sozialbau war auch 2012 die Vermietung und der Unterhalt von insgesamt 6192 Wohn- und Gewerbeinheiten. „Dieses komplexe Kerngeschäft lief auch 2012 richtig rund“, so Herbert Singer. So habe das Unternehmen rund 7,3 Millionen Euro zur Steigerung der Qualität ihre Gebäude investiert. Schwerpunkt dabei waren 127 Wohnungen in den Wohnquartieren „Weiße Siedlung“ am Schwalbenweg, Habichtweg und Lessingstraße. Insgesamt seien in den vergangenen zehn Jahren für etwa 80 Millionen Euro 2000 Wohnungen modernisiert und etwa 1000 Bäder neu ausgestattet worden, berichtete Singer. „Bei der Modernisierung gehen wir ganzheitlich an die Themen ran“, erklärte er. Trotzdem bleibe Wohnen in Wohnungen der Sozialbau bei einer durchschnittlichen Miete von 5,06 Euro/Quadratmeter bezahlbar. „Wir haben null Leerstand“, frohlockte er. 

Mehr Mietwohnungen 

In diesem Jahr sollen 120 Wohnungen in der „Weißen Siedlung“, Am Augarten, Aybühlweg und in der Westendstraße modernisiert werden. In Thingers-Mitte ist darüber hinaus geplant, zusätzliche 28 Mietwohnungen als Mehrgenerationen-Wohnen zu bauen, kündigte der Sozialbau-Chef an. Darüber hinaus können heuer im Sommer acht Eigentumswohnungen und sechs Reihenhäuser auf der Jakobwiese bezogen werden. Seit Herbst entsteht dort das Quartier „Jakobwiese-West“, wo bis Herbst 2015 in acht Häusern 82 barrierefreie Wohnungen angeboten werden sollen. Die ersten Häuser können bereits Ende des Jahres bezogen werden. „In der Eich“ stellte das Unternehmen 24 Eigentumswohnungen in zwei Häusern fertig. Jetzt baut die Sozialbau unmittelbar in der Nähe 13 Reiheneigenheime.


Kempten – Neben dem Bau von Wohnungen (siehe eigener Bericht) steht vor allem die Wiederbelebung der Altstadt im Fokus der Sozialbau. Dort konnte das Unternehmen Anfang des Jahres an der Stadtmauer 4 das erste zertifizierte Passivhaus fertigstellen. „Damit ist die letzte Lücke im Quartier Schwanengelände geschlossen“, freute sich Sozialbau-Geschäftsführer Herbert Singer. 

Ein modernes Tageszentrum, das Restaurant „Chez Sophie“ und fünf weitere Firmen beleben somit die Altstadt. Nach Angaben von Singer hat das Wohnungsbaunuternehmen allein 20 Millionen Euro in das Schwanengelände investiert, um dort in den vergangenen zehn Jahren 9000 Quadratmeter Dienstleistungsflächen und 180 Tiefgaragenplätze zu bauen. „Rund 350 Arbeitsplätze beleben jetzt die Reichsstadt an der Burgstraße wieder neu“, so Singer. Ein weiterer Schwerpunkt im vergangenen und diesen Jahr war die Saneirung des ehemaligen 4P-Hauses, heute wieder „Altstadt-Center“ (der Kreisbote berichtete). Als neuer Eigentümer modernisierte die Sozialbau das komplexe Gebäude mit rund 1150 Quadratmetern Gewerbefläche. Neuer Magnet ist eine Feneberg-Lebensmittelmarkt. Weitere Mieter sind Laufsport Saukel und die Bauverwaltung der Stadt Kempten. In der Keselstraße saniert das Unternehmen in diesem und dem nächsten Jahr die ehemalige Spinnerei. Hier zieht auf über 1700 das bfz ein. Darüber hinaus hat das städtische Tochterunternehmen auch das Künstlerhaus in der Beethovenstraße gekauft und saniert (der Kreisbote berichtete mehrfach).

Matthias Matz

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