"Jede Begegnung ein Highlight"

„Ich habe schon ganz tolle Leute getroffen.”: Seit vergangenen Sonntag ist Oliver Rid offiziell neuer Regionaljugendseelsorger für Kempten und Umgebung. Foto: Dörr-Schratt

Im Rahmen eines Jugendgottesdienstes wurde der neue Regionaljugendseelsorger, Pfarrer Oliver Rid, am vergangenen Sonntag in St.-Lorenz in sein Amt eingeführt (der KREISBOTE berichtete). Er betreut die Regionen Kempten, Lindau und Sonthofen. Der KREISBOTE sprach mit ihm über sein neues Aufgabengebiet.

Herr Rid, welche Schwerpunkte Ihrer Arbeit zeichnen sich heute schon ab? Rid: „Zum einen sind dies für mich die Jugendgottesdienste, die sich an Jugendliche richten, aber auch von ihnen mit gestaltet werden. Auf diesem Weg kommen sie wieder mit dem Gebet in Berührung und erfahren untereinander Gemeinschaft. Nächster Schwerpunkt sind die Wochenenden für Ministranten, Gruppenleiter und Jugendliche. Da ich hier mehr Zeit mit den Jugendlichen verbringe, ist noch mehr Begegnung möglich. In der Freizeit haben die jungen Leute mehr Zeit für sich und erfahren den Sitz des Glaubens mitten im Leben. Der innere Zusammenhang von Glauben und Leben wird hier deutlicher spürbar. Der dritte Schwerpunkt sind die christlichen Events, wie zum Beispiel Ministrantentag, Jugendnacht oder Jugendwallfahrt. Die Jugendlichen erleben hier, dass es viele sind, die im Glauben unterwegs sind. Außerdem wird natürlich Kirche in der Öffentlichkeit präsent.” Die Jugendarbeit ist derzeit in fast allen Pfarreien rückläufig. Welches Potenzial sehen Sie in Ihrer Arbeit? Rid: „Aufgabe der Jugendregionalstelle ist es, Jugendliche zusammen zu führen. Auch wenn es in einzelnen Pfarreien nur noch wenige Engagierte sind, können sie sich bei uns mit Gleichgesinnten treffen. Erfahrungsgemäß kann dies dann der Raum sein, in dem sich das Feuer des Glaubens neu entzündet. Diese Glaubenserfahrungen nehmen die Jugendlichen dann mit zurück in ihre Pfarreien.” Planen Sie, mit „Youcat“ zu arbeiten? Rid: „Ich halte den Jugendkatechismus für einen guten Baustein der Glaubensvertiefung. In den Dekanatsrunden haben wir ihn bereits vorgestellt und von den Jugendlichen kam die Bitte, diese Arbeit noch zu vertiefen. Das werde ich auf jeden Fall angehen.” Welche Schwierigkeiten bringt Ihre Arbeit mit sich? Rid: „Bei den Schwierigkeiten handelt es sich eher um äußere Gegebenheiten, wie zum Beispiel die großen räumlichen Entfernungen in den drei Regionen und die große Spannweite der Aufgaben.” Haben Sie im ersten Vierteljahr Ihrer Amtszeit bereits Highlights erlebt? Rid: „Grundsätzlich ist für mich jede echte Begegnung mit einem jungen Menschen ein Highlight. Ich habe schon ganz tolle Leute getroffen. Auch die Jugendwochenenden würde ich als Highlight bezeichnen, weil wir dort miteinander der Tiefe des Glaubens nachspüren.” Welche Botschaft möchten Sie den Jugendlichen vor allem mitgeben? Rid: „Ihr tragt eine große Würde in euch! Jeder einzelne ist von Gott geliebt und auf seinem Weg begleitet. Glaube ist etwas Schönes und Aufbauendes.” Wir danken für das Gespräch.

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