Freunde Kemptener Museen blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück

"Das kann sich sehen lassen"

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Eine erfreuliche Bilanz kann Margarethe Gradmann, Vorsitzende der Freunde Kemptener Museen (fkm), in der Mitgliederversammlung ziehen.

Kempten – Eine durchweg erfreuliche Bilanz konnte die Vorsitzende der Freunde Kemptener Museen (fkm), Margarethe Gradmann, vergangene Woche bei der Mitgliederversammlung für das Jahr 2013 ziehen.

Als Höhepunkt hob sie die große Feier zum 25-jährigen Bestehen des Vereins hervor, die „ein voller Erfolg“ mit „vielen positiven Rückmeldungen“ gewesen sei. Sehr guten Besuch konnte sie auch für die Vorträge vermelden, die neben Fahrten und der Jahresausstellung – im vergangenen Jahr unter dem Titel „Mein Freund der Baum“ – zum festen Angebot des knapp über 380 Mitglieder zählenden fkm gehören. „Begeistert“ seien die Leute von der Ausstellung „Wen die Muse küsst... – Das künstlerische Leben des Siegfried Sambs“ gewesen. 

Besonders freute sie sich darüber, dass der fkm von den Nachkommen des Künstlers „über 100 Werke geschenkt bekommen hat“. Gerne erinnerte sie auch an die Kunstnacht, in der Wolfgang Steinmeyer bis spät in die Nacht seine beliebten Karikaturen aus Fingerprints von Besuchern angefertigt habe. Nicht ohne Stolz auf die Kontinuität und Arbeit des Vereins blickte die Vorsitzende auf die beachtliche Summe von über 500 000 Euro, die seit Bestehen des fkm in den Ankauf von Kunstwerken investiert worden sei, unter anderem für hochkarätige Exponate wie die beiden Bischofs- büsten von Lux Maurus oder die Maria Magdalena von Koneberg. „Das kann sich schon sehen lassen“, meinte sie. 

200 Neuzugänge 

Den aktuellen Stand der Grafischen Sammlung des Vereins bezifferte fkm-Vorstand Dr. Werner Scharrer auf 1727 Werke – darunter 200 Neuzugänge im Jahr 2013 – von 143 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Allgäu. Neben rund 75 Bauplanskizzen, Entwürfen und Zeichnungen zur Friedenskirche Christi Himmelfahrt anno 1916, die „nicht ausgeführt wurden, weil der 1. Weltkrieg dazwischenkam“ und den 100 Arbeiten aus den Beständen der Familien Sambs, konnte er als Schenkungen unter anderem Arbeiten der Künstlerin Gertrude Mendler, des Kemptener Architekten Andor Akós, von Heinz Schubert, Peter Zeiler oder Renate Bühr aufführen. 

Als Arbeitstitel für die Jahresausstellung im Juli 2014 kündigte er das Thema „Sommerphantasien“ an. Und wie ist der aktuelle Stand der Museumsentwicklung? Da sollen laut Martin Fink, stellvertretender Kulturamtsleiter, noch diese Woche die Würfel fallen, welches Büro den Zuschlag für die Umgestaltung des Zumsteinhauses bekomme. Ein Kemptener Büro sei unter den fünf Bewerbern nicht dabei – mehr wollte er nicht verraten. Auch das Geheimnis, wer nun die Nachfolge der ehemaligen Museumsleiterin Ursula Winkler antreten wird, sollte laut Fink im Schul- und Kulturausschuss am gestrigen Dienstag – nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe – gelüftet werden. Auskunftsfreudiger gab er sich bezüglich der für 2014 geplanten Ausstellungen. 

Unter anderem soll es demnach in Zusammenarbeit zwischen dem Kemptener Kunstkabinett und Kulturamt eine Ausstellung im Gewölbe des Kornhauses zum 100-jährigen Bestehen der Sammlung Wilhelm Maul geben. Des Weiteren kündigte Fink eine Ausstellung zum Thema Syna- gogen in Schwaben im Börsensaal an. „Kultur steht unserer Stadt gut zu Gesicht“, war Bürgermeister Josef Mayr (CSU) voll des Lobes für das Engagement des Vereins und seiner rührigen Vorsitzenden. „Viele fühlen sich hier wohl“, so Mayr, „weil der fkm so rege tätig ist“, verwies er auf das stetige Wachsen der Sammlung, die „teilweise durch Leihgaben in den Museen zu sehen ist“ sowie die zahlreichen Aktivitäten.

Christine Tröger

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