Pläne werden unterstützt

Kindergarten- und Hortplätze verlagert

Kempten – Bei einer Gegenstimme von Andreas Kibler sprach sich der Jugendhilfeausschuss für die Bedarfsanerkennung und damit die Verlegung von 9 Kindergarten- und 16 Hortplätzen aus den Waldorfeinrichtungen in der Fürstenstraße und Weiherstraße in die geplante Kita an der Freien Schule Albris aus.

Die Freie Schule Albris plant auf ihrem Gelände in Albris den Bau einer Kindertagesstätte, in der 12 Krippenplätze sowie je 25 Kindergarten- und Hortplätze entstehen sollen. Nach dem Motto „alles unter einem Dach“ sollen die Betreuungsplätze in der Freien Spielstube und Krippe in Hirschdorf sowie aus den Walddorfeinrichtungen in der Weiher- und Fürstenstraße nach Albris verlagert werden. Von der Stadt wünschte sich die Freie Schule Albris die Bedarfsanerkennung von neun Krippen-, 17 Kindergarten- und 20 Hortplätzen.

Im Bezug auf die Freie Spielstube und Krippe in Hirschdorf hat der Jugendhilfeausschuss bereits im Juni den Ersatzbedarf für sechs U3- und acht Kindergartenplätze anerkannt, wie Birgitt Richter, Leiterin des Amts für Kindertagesstätten, Schulen und Sport, in Erinnerung rief. Zudem habe der Jugendhilfeausschuss des Land- kreises Oberallgäu weitere sechs Krippenplätze mit anerkannt und dafür auch einen Baukostenzuschuss zu gewähren. Somit sind bereits 12 Krippen- und acht Kindergarten- plätze im Bedarf anerkannt.

Wunsch erfüllt

In der Sitzung vergangene Woche folgte nun der zweite Schritt: Für die Verlagerung der Plätze aus den Einrichtungen in der Weiher- und Fürstenstraße kann die Stadt maximal die durchschnittliche Belegungszahl an Kemptener Kindern in den vergangenen Jahren für die Bedarfsanerkennung heranziehen. Zusätzlich zu den bereits anerkannten acht Kindergartenplätzen als Ersatz für die Auflösung der Plätze in der Hirschdorfer Einrichtung werden nun neun weitere als Ersatz für die Spielstube Fürstenstraße anerkannt. Somit kann dem Wunsch der Freien Schule Albris nach 17 anerkannten Kindergartenplätzen entsprochen werden. Hortplätze können 16 anerkannt werden.

Der von der Stadt gewährte Baukostenzuschlag wird bei 8095 Euro pro Kindergarten- bzw. Hortplatz gedeckelt. „Ich tu mir schwer im Umland Kita-Plätze anzuerkennen“, meinte Andreas Kibler und stimmte daher auch gegen den Vorschlag der Verwaltung. Die übrigen Mitglieder des Jugendhilfeausschusses waren jedoch anderer Meinung und segneten die Pläne damit mehrheitlich ab.

Neue Möglichkeit

Einen positiven Nebeneffekt könnte die Verlagerung der Plätze aus der Freien Spielstube und Krippe in Hirschdorf für die Stadt haben. Da mit der Fertigstellung der Kindertagesstätte in Albris das Gebäude in Hirschdorf in der Laubener Straße 4 (ehemalige Schule) wieder frei wird, könnten dort bei Bedarf künftig neue Kinderkrippen- und Kindergartenplätze entstehen. „Ziel der Verwaltung ist es, auch im Hinblick auf die Entwicklung der Halde Nord im nördlichen Stadtbereich die Kindergarten- und Krippensituation auszubauen und zu verbessern, da das Gebiet bisher keine gute Versorgung hat“, betonte Jugendreferent Benedikt Mayer im Ausschuss.

Melanie Läufle

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