Jung und Alt zusammen

Mit einem modernen Neubau im Passivhausstandard will die Stadt bis 2012 die Grundschule Kottern/Eich komplettieren. Dazu hatte sie einen Realisierungswettbewerb ausgerufen und fünf Architekturbüros mit Entwürfen beauftragt. Nun hat ein Preisgericht die Sieger gekürt. Besonders der Entwurf des Kemptener Architektenbüros F64 habe es der Jury angetan, erklärte Baureferentin Monika Beltinger vergangenen Mittwoch dem Bauausschuss und dem Schul- und Kulturausschuss.

Das neue Gebäude soll mehrere Zwecke erfüllen. Einerseits soll es die Grundschule mit den nötigen Räumlichkeiten, vor allem mit einer Turnhalle, versorgen und zum anderen soll es das Mehrgenerationenhaus beheimaten, so Beltinger. Das Haus soll Jung und Alt verbinden, „aber man muss auch mal für eine Veranstaltung die Tür zu machen können“, so die Baureferentin. Auch die Außenanlagen sollen eine schulische und eine öffentliche Nutzung ermöglichen. Architektonisch soll der Neubau beim Thema Energieverbrauch auf dem neuesten Stand sein und sich gleichzeitig mit dem rund 80 Jahre alten Schulhaus vertragen. All diese Ansprüche bringe der Entwurf der Architekten von F64 am besten unter einen Hut. Ein Preisgericht habe die Entwürfe bewertet ohne zu wissen, welche Planung von welchem Architekturbüro kommt, versicherte Beltinger. Dem Gremium gehörten neben ihr und weiteren Fachleuten auch OB Dr. Ulrich Netzer (CSU), Schulreferent Benedikt Mayer und die Schulleiterin Ingrid Peukert an. Das Gelände falle Richtung Westen um etwa ein Stockwerk ab, so Beltinger. Die Kemptener Architekten trugen dem Rechnung und planten einen flachen Bau, der Richtung Westen verläuft und sowohl Schulräume als auch Räume für das Mehrgenerationenhaus enthalte. Am Ende münde er in eine Turnhalle, die sich etwas nach Süden ausdehne. So bleibe das alte Schulhaus, das einst der Kemptener Architekt Heydecker plante, ein Identifikationspunkt, lobte Beltinger. Der Turnhallenbau sei zweigeschossig und wirke so nicht zu wuchtig. Da sich der Neubau weit im Süden befinde, bleibe im Norden genug Platz für eine ausgedehnte Freifläche, die sich auch gut in das Quartier einfüge, ebenso wie die Sportanlage. Lediglich ein kleiner Schulgarten befinde sich getrennt davon auf der anderen Seite des Gebäudes. Besonders bei der Ausnutzung der Flächen habe der Entwurf punkten könne, so Beltinger. Der Neubau sei eine Holzkonstruktion auf einem Stahlbetonskelett und für den Passivhausstandard geeignet. Besichtigung möglich Noch bis zum kommenden Freitag, 13. März, sind alle fünf Entwürfe in der Schrannenhalle ausgestellt. Interessenten könne sie am heutigen Mittwoch und am morgigen Donnerstags zwischen 8 und 18 Uhr studieren, am Freitag hat das Rathaus bis 12 Uhr geöffnet. Auch dem Elternbeirat, den Vereinen am Ort und dem Arbeitskreis „Soziale Stadt“ sollen die Entwürfe jetzt vorgestellt werden. Der Planungs- und Bauausschuss werde die Planung dann am 31. März beschließen. Länger darf sich die Stadt auch nicht Zeit lassen, denn auch für dieses Projekt sollen Gelder aus dem Konjunkturpaket II fließen, die noch diesen Monat beantragt werden müssen. OB Netzer will deshalb auch noch in der Woche davor eine Sondersitzung von Schul- und Kultur- sowie dem Bauausschuss einberufen.

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