Tischtennisplatte mit Löchern

Geschenk für Grundschüler

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Die Lehrkräfte Jürgen Schmidt (links) und Dirk Herzog (hintere Reihe 3.v.r.) sowie die Schulsozialarbeiterin Michaela Rauh betreuten die Jungarbeiterklasse bei Planung und Bau der Zinzooong-Platte.

Krugzell – Die Grundschule in Krugzell darf seit dieser Woche ein ganz außergewöhnliches Sportgerät ihr Eigen nennen: Eine Tischtennisplatte mit wellenförmig ausgesägten Rändern, Schachbrettmuster und Löchern.

Die Jungarbeiterklasse der Berufsschule 1 in Kempten hat diese sogenannte „ZinZooong-Platte“ im Lauf des letzten halben Jahres selbst gebaut und nun den achtzig Buben und Mädchen der kleinen Dorfschule geschenkt.

ZinZooong ist eine neue Funsportart aus Frankreich, bei der die Spieler wie beim Tischtennis an einer Platte spielen. Allerdings ist diese ZinZooong- Platte peppig gestaltet, hat eine ungewöhnliche Form, ein niedriges Netz und vor allem zehn Löcher auf der gesamten Oberfläche. Gewinnen kann nur, wer in einem 15-Punkte-Satz dreimal in eines der Löcher trifft. Eine solche Platte hat die Kemptener Jungarbeiterklasse (Jugendliche ohne Ausbildungsplatz, die noch schulpflichtig sind und daher einen Tag pro Woche in der Berufsschule unterrichtet werden) im Rahmen eines Projektes geplant und gebaut und dabei kaufmännische, handwerkliche und letztlich auch soziale Kompetenz bewiesen. Das Stadtjugendamt übernahm die Finanzierung des Materials im Wert von „genau 711,84 Euro“, wie Jürgen Schmidt, der Lehrer der Klasse und Ideengeber der Aktion, vorrechnet.

Dass die in cooler Schachbrettoptik gestaltete Platte ausgerechnet in der kleinen Dorfschule zwischen Dietmannsried und Altusried landete, ist ebenfalls ihm zu verdanken, denn Jürgen Schmidt wohnt selbst in Krugzell, ist seit Jahren im örtlichen Tischtennisverein aktiv und seine Kinder gingen bzw. gehen in die dortige Grundschule. Deren Schulleiterin Karin Böhler zeigte sich bei der kleinen Feier anlässlich der Übergabe begeistert von dem Sportgerät, das im Vorraum der Turnhalle seine neue Heimat gefunden hat und „das sonst wohl keine Schule hier in der Gegend vorweisen kann.“

Die Dritt- und Viertklässler bedankten sich bei den stolzen Spendern mit einem eigens zu dem Anlass selbstgedichteten Ständchen und jeweils einer Tafel Schokolade, ehe sie sich gemeinsam mit dem Leiter des Amtes für Jugendarbeit, Thomas Baier-Regnery, und Jürgen Schmidt in ein paar Eröffnungs-Spielen erstmals an der vielbestaunten neuen Attraktion austoben durften.

Sabine Stodal

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