Zu kalt für die Jungstörche

Romeo und Julia sind wieder alleine. Ihre Storchenkinder überlebten die widrige Witterung der vergangenen Wochen nicht. Wie in jedem Jahr, wenn die Brutzeit erfolgreich war, hatte die Storchenbeauftragte des Regierungspräsidiums, Biologin Ute Reinhard, den Nachwuchs auf dem Isnyer Rathausdach begutachtet und eine recht sorgenvolle Miene aufgesetzt. Wirklich zufrieden war sie mit dem Ergebnis ihrer Inspektion am Nest nicht gewesen.

Ihre Besorgnis hat sich nun als gerechtfertigt herausgestellt. Zwar waren die Jungstörche Peponi und Valentino vor kurzem noch beringt worden, aber schon die Gewichte mit 2,7 und 1,9 Kilogramm waren nicht sehr erfreulich. Ute Reinhard meinte, dass die Brocken, die wegen der Beifütterung von den alten Störchen ausgewürgt wurden, wohl etwas zu groß waren. Daher konnten sie von den Jungen nicht so recht geschluckt werden. Schon das wäre ein Grund gewesen, dass zumindest das kleinere der Storchenkinder wenige Überlebenschancen hatte. Die einsetzende Kälte und der Starkregen der letzten Tage hatte am Donnerstag für beide das Aus bedeutet. Auch die bestgemeinten Hilfen der Tierschützer sind in diesem Falle ohne Wert geblieben. Neuer Versuch Das ist nicht das erste Mal, dass die Nestlinge eingehen. Das Klima ist schon sehr rauh da oben auf dem Rathausdach und bisher haben sich Romeo und Julia, Dauergäste über Isnys Dächern, davon nicht entmutigen lassen. Bleibt zu hoffen, dass sie im nächsten Jahr erfolgreicher sein werden und dann vielleicht, wie im vergangenen Jahr, den Nachwuchs flügge bekommen. Für dieses Jahr war es also nichts mit den kleinen Störchen. Romeo ist 20 Jahre alt und 1990 in Frankreich geschlüpft, „seine“ Julia ist 12 Jahre alt und 1998 in der Schweiz flügge geworden. Die beiden leben bereits seit zehn Jahren auf dem Isnyer Rathausdach.

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