Er kann’s nicht lassen

Arthur Rädler macht jetzt Aufsicht in der Tiefgarage. Foto: cut

Seit 25 Jahren ist Arthur Rädler bei der Stadt Lindenberg tätig. Und das ist eine Besonderheit, denn er erreicht dieses Jubiläum vor allem deshalb, weil er noch im Ruhestand für die Stadt arbeitet. Rädler ist bereits 2006 aus dem Dienst geschieden. Anfang des Jahres entschloss er sich aber, noch einmal für fünf Tage im Monat Aufsicht in der Tiefgarage zu übernehmen.

Dass er sich auch sonst bei städtischen Belangen engagiert, etwa im Sommerhalbjahr die geführten Bergwanderungen der Tourist-Information vornimmt, zeugt von seinem Gemeinsinn. Das Bergwandern ist schon seit den 80er Jahren sein Hobby. In den Oberallgäuer und Lechtaler Bergen und im Verwall kannte er sich schnell gut aus. In die Berge gehen war auch jahrelang für Rädler ein Ausgleich zur Bürotätigkeit im Bauamt. „Heute würde man sagen, ich war Gebäudemanager“, erklärt Rädler. „Es war eine interessante Tätigkeit, und ich konnte sehr selbständig arbeiten“, so sein Fazit. Stets schwierig sei es allerdings gewesen, im Haushaltsausschuss notwendige Bauunterhaltsmaßnahmen durchzubringen. Vielfältiger Experte Rädler war fast 25 Jahre lang für den Bauunterhalt städtischer Gebäude zuständig, hat zudem Planungen für kleine Umbaumaßnahmen erstellt und ferner bei zahlreichen Umbau- und Sanierungsprojekten die Baubetreuung gemacht. Hier einige Beispiele dieses vielfältigen Wirkens: Dachsanierung im Stadion, Betonsanierung der Hauptschule samt Turnhalle, bereits in den 80er Jahren Wärmedämmputz und Dämmung der obersten Geschossdecke in der Wohnanlage Ellgasser Straße, Anfang der 90er Jahre die Solaranlage für Warmwasser im Stadion. Die Entwurfsplanung für den Lindenberger AWO-Kinderhort in der Rathausstraße, die Planung und Baubetreuung für das Jugendzentrum, die Erweiterung der schulvorbereitenden Einrichtung in der Hirschstraße geht auf Rädler zurück. „Und schließlich war ich auch Abbruchmeister“, sagt er. Unter Rädlers Regie wurden auf dem Lindenberger Bahnhofsgelände das alte Zollgebäude und die Gebäude der Firmen Achberger und Netzer-Neluplast abgerissen. Auch beim Abbruch der Firmengebäude Reich war Arthur Rädler als „Gebäudemanager” gefordert.

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