Leeres Stadtsäckel

Bürgerpark kommt auf die lange Bank

Kempten – Entgegen den bisherigen Überlegungen wird  der Bürgerpark an der Robert-Schuman-Schule in St.-Mang nicht im kommenden Jahr gebaut. Das wurde vergangene Woche bei einer weiteren Bürgerbeteiligung deutlich. In der Stadtkasse ist nicht das nötige Geld für das Projekt vorhanden, wie Baureferentin Monika Beltinger einräumte. Daher wird 2013 zunächst nur der Schulhof umgebaut.

Eigentlich war geplant, im kommenden Jahr die Freiflächen rund um die Robert-Schuman-Schule umzugestalten. Bereits im Juli hatte dazu eine Bürgerbeteiligung stattgefunden, in der die St.-Manger ihre Wünsche und Anregungen äußern konnten. Diese seien mittlerweile auch in die Planungen eines Landschaftsarchitekten eingeflossen, hieß es am Dienstag vergangener Woche.

Den Hoffnungen auf eine zügige Umsetzung musste Baureferentin Monika Beltinger allerdings einen Dämpfer verpassen: Vor dem Hintergrund verschiedener kostspieliger Bauprojekte und der Vorgabe, bis 2020 einen Haushalt ohne Schulden vorlegen zu wollen, wird das Projekt Bürgerpark St.-Mang vorläufig hintangestellt. Nichts desto trotz, so Beltinger, sei es wichtig, die Planungen bereits jetzt mit den Bürgern abzustimmen, damit Fördergelder aus dem Programm „Soziale Stadt” beantragt und die Vorbereitungen begonnen werden können. Bereits im Herbst 2013 umgesetzt werden kann dagegen die Umgestaltung des Schulhofs an der Robert-Schuman-Schule.

Wie aus den Plänen des Landschaftsarchitekten am Dienstagabend hervorging, soll künftig wegen des Kreuzbergeles das Leitelement der „Grünen Kante” dominieren, die durch den gesamten Park Sitzgelegenheiten bieten soll. Die „Grüne Kante” soll gleichzeitig das Rückgrat für alle angegliederten Freiräume einschließlich des Schulhofs bilden. 

Viele Möglichkeiten

Die Freiraumbereiche der „Aktivzone Spielen”, ein zentraler Platz sowie der Jugendtreff sollen unterschiedliche Nutzergruppen im Stadtteil ansprechen und verschiedene Aktivitäten ermöglichen. Den Mittelpunkt des Bürgerparks soll dabei ein vielfältig nutzbarer Freiraum und Platz für alle Generationen, der entsprechend den Jahreszeiten zu Festen, als Treffpunkt oder zu Wasserspielen einlädt. Das Besondere: Künftig ist die Aktivzone nicht mehr in unmittelbarer Nähe der Anwohner geplant.

Breite Zustimmung

Bei den meisten der Gekommenen fanden die vorgestellten Pläne durchaus Anklang. Allerdings nutzten sie erneut die Gelegenheit, ihre Ideen und Vorschläge einzubringen. So wünschten sie sich unter anderem einen barrierefreien Zugang zum Sportplatz, Sitzplätze, einen Trinkbrunnen sowie öffentliche Toiletten. Außerdem wurde der Wunsch geäußert, bereits jetzt die Tischtennisplatte umzustellen.

Kontrovers diskutiert unter den Anwesenden wurde dagegen allerdings der Vorschlag, im Winter im Bereich des Wassers Schlittschuhlaufen möglich zu machen. Dabei wies Stadtrat Franz Mayr (CSU) darauf hin, dass der TSV Kottern bereits eine Eislauffläche im Winter anbiete.

Meistgelesene Artikel

Ausblick und Austausch

Kempten – Knapp 200 Repräsentanten der verschiedenen Bereiche des Lebens in Kempten versammelten sich am Dienstagabend in der Schrannenhalle des …
Ausblick und Austausch

Lebensgefährtin versucht anzuzünden

Kempten – Am Donnerstagnachmittag vergangener Woche eskalierte ein Streit zwischen einem Pärchen, in dessen Verlauf der Mann offenbar versuchte seine …
Lebensgefährtin versucht anzuzünden

Mongolei – Nomadenstaat im Spannungsfeld mit Urbanisierung

Kempten – Das Haus International erfüllte auch an diesem Abend seine Mission als interkulturelles Zentrum der Stadt Kempten. Der recht gut besuchte …
Mongolei – Nomadenstaat im Spannungsfeld mit Urbanisierung

Kommentare