Keine Alternativen

Weder eine Hochgarage in der Prälat-Götz-Straße noch der oberirdische Bau von 90 Parkplätzen am Hildegardplatz sind als Alternative zur Tiefgarage unterm Hildegardplatz geeignet. Zu diesem Schluss sind zumindest Bauverwaltung und Prof. Karl Schütz vom gleichnamigen Ingenieurbüro gekommen, wie beide Seiten am Mittwochabend im Bauausschuss erläuterten. Einmal mehr befürworteten sie den Bau einer Tiefgarage und stellten auch gleich die konkreten Pläne dafür vor.

Nach Bekanntwerden der Pläne, unter dem Hildegardplatz eine Tiefgarage zu bauen, hatten verschiedene Stadtratsfraktionen und sogar einzelne Bürger wie mehrfach berichtet Alternativpläne präsentiert. Die Bauverwaltung hatte daraufhin die Pläne hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit untersucht. Ergebnis: Eine Alternative zur Tiefgarage gibt es nicht. Hochgarage in der Prälat-Götz-Straße: Die Pläne der FDP rechnen sich nach Ansicht der Planer kaum. Maximal könnte das Parkhaus zwar 92 Parkplätze aufnehmen. Da auf dem Areal aber bereits 25 vorhanden sind, beträgt der Nettogewinn lediglich 67 Parkplätze. Die Kosten pro Stellplatz belaufen sich ihren Berechnungen zufolge auf 28800 Euro. „Die Gesamtkosten würden demnach 2,65 Millionen Euro betragen“, so Schütz. Außerdem sei diese Variante nicht geeignet, den Parkplatzbedarf am Hildegardplatz zu decken. Aufgrund der großen Entfernung zum Hildegardplatz sei laut Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann tagsüber nur mit einer schwachen Belegung zu rechnen. Abends hingegen würden aber wohl vor allem Stiftsstädter das Angebot nutzen. „Mit wachsender Entfernung zur Innenstadt sinkt einfach die Attraktivität“, so Wiedemann. Parkdeck Pfeilergraben/Parkdeck Kirchplatz: Das von Stadtrat Helmut Hitscherich (UB/ödp) geforderte Parkdeck am Pfeilergraben ist nach Ansicht der Verwaltung nicht umsetzbar. Zum einen gehört das Gelände dem Freistaat, zum anderen dienten die Parkplätze der nördlichen Innenstadt/Gerberstraße. Das vom ehemaligen Stadtrat Helmut Pilz vorgeschlagene Parkdeck am Kirchplatz sei ebenfalls wenig tauglich, da es die Serrohäuser zum Großteil verdecke und auch sonst nicht in die Umgebung passe. 90 oberirdische Parkplätze: Der von Grünen, Frauenliste, UB/ödp und SPD geforderte Bau von 90 oberirdischen Parkplätzen entspricht zwar im wesentlichen den ursprünglichen Plänen zur oberirdischen Gestaltung, hat aber nach Auffassung der Planer eine entscheidende Schwäche: Statt derzeit 183 werden dann nur noch 88 Parkplätze an Kirchberg und Hildegardplatz zur Verfügung stehen – 48 davon am Kirchberg, was zu einer Verschiebung der Frequentierung führe. Und das bei Investitionskosten in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro. Durch die wenigen Stellplätze werde das Ziel, die Struktur rund um den Platz zu verbessern, nicht erreicht, betonte Baureferentin Monika Beltinger zusammenfassend.

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