Keine direkte Ablehnung

So soll das neue Isnyer Stadttor nach den Entwürfen von Architekt Peter Zumthor aussehen. Foto: Schubert

Um das vom Architekten Peter Zumthor konzipierte neue Isnyer Stadttor, ein gläsernes Bauwerk mit 34 Metern Höhe, ist es zwar in den vergangenen zwei Monaten etwas still geworden, von allgemeinem Interesse ist es aber immer noch. Das hat sich vergangene Woche beim „Unternehmerstammtisch“ gezeigt. Bürgermeister Rainer Magenreuter informierte über das Tor, das an der Stelle entstehen soll, an der früher das Obertor stand.

Rund 60 Zuhörer waren in den Brauereigasthof Engel gekommen, um sich über den Stand der Dinge zu informieren. Bürgermeister Magenreuter hatte einen kurzen Film von der Präsentation im Juni mitgebracht und fasste noch einmal zusammen: „Wir arbeiten weiter an dem Projekt. Gespräche mit Fachleuten auf den Messen in Düsseldorf und München, Kontakte zu möglichen Geldgebern und ein Besuch bei Finanzminister Stächele haben inzwischen stattgefunden.“ Aus dem Finanzministerium brachte er die Auskunft mit, dass das „Neue Stadttor Isny“ nicht als „gemeinnützig“ eingestuft wird. Das ist in diesem Falle nach Meinung von Rainer Magenreuter aber eher ein Vorteil, weil dann Investoren diesen Posten als Spende steuerlich geltend machen können. Im 14-tägigen Rhythmus treffen sich die Mitglieder der Projektgruppe und des Arbeitskreises um weiter zu beraten. Verhaltene Diskussion Nach dem Vortrag von Bürgermeister Magenreuter kam eine etwas verhaltene Diskussion auf. Die Fragen drehten sich vor allem um die mangelnde Begeisterung unter der Bevölkerung, nachdem bei der Präsentation im Juni eine rechte Aufbruchstimmung zu verzeichnen war. Namensgebung, Finanzierbarkeit und, wie Edwin Stöckle, Fraktionsvorsitzender der SPD, feststellte, kaum eine klare Meinung zu dem Projekt selber sind die Probleme. Auch Jakob Immler bemerkte: „Die Mitnahme der Bürger hat nicht genügend stattgefunden. Die Bevölkerung will nicht fertige Ergebnisse vorgesetzt bekommen sondern das Gefühl haben aktiv an dem Prozess beteiligt zu sein“, kritisierte er. Eines fiel beim Unternehmerstammtisch trotzdem auf: Direkte Ablehnung des Projekts wurde von niemanden geäußert und die politische „Lufthoheit“ über Stammtischen und Kaffeetafeln sieht etwas anders aus. Wenn sich eine Initiative bilden würde, die den Bau trotz allem verhindern möchte, sollte man sich über eines im Klaren sein: Die Kosten für Entwurf, Erstellung des Modells und der Präsentation bleiben auf alle Fälle an der Stadt hängen. Die Gemeinderäte hatten dazumal mutig der Planung des Projekts zugestimmt.

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