"Keine homogene Gestaltung"

„Dadurch sind die Grundzüge der Planung hinfällig.“ Weder bei Baureferentin Monika Beltinger noch bei der Mehrheit des Bauausschusses fand die Idee eines Bauherrn, ein weiteres Gebäude in das „Mini-Neubaugebiet“ im Aybühlweg südlich des Cambomare zu platzieren, großen Anklang. Deshalb lehnte der Ausschuss eine entsprechende Bauvoranfrage auch einstimmig ab. Der Investor muss nun seine Pläne nachbessern.

In schöner Regelmäßigkeit muss sich der Bauausschuss mit neuen Bauvoranfragen und Änderungswünschen für das Baugebiet im Aybühlweg beschäftigen. Diesmal wollten die Bauherren entgegen den bisherigen Planungen ein relativ großes und hohes Haus anstelle von zwei kleineren bauen. Alternativ dazu hatten sie außerdem beantragt, gleich den dort geltenden Bebauungsplan zu ändern. In der Bauverwaltung ist man jedoch der Ansicht, dass das Areal locker und aufgelöst bebaut werden sollte. Ein besonderes Augenmerk sei dabei insbesondere auf eine einheitliche Gestaltung der Häuser zu legen. Dagegen verstoße aber der geplante Neubau eindeutig. „Das ist keine homogene Gestaltung mehr“, sagte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Thomas Hartmann von den Grünen meinte gar: „Disharmonie ist da noch sehr höflich ausgedrückt.“ Herbert Karg von den Freien Wählern brach dagegen eine Lanze für die Häuslebauer im Aybühlweg. „Das ist zwar eine wesentliche Änderung, aber es gibt dann nur noch zwei statt drei Häuser – und das ist ja dann auch aufgelockert“, sagte er. Von daher könne er sich eine Änderung des Bebauungsplans durchaus vorstellen. „Was wir im Bebauungsplan haben, ist offenbar nicht zu verkaufen“, spielte er darauf an, dass der Investor seinen Angaben zufolge für das geplante, aber nun nicht realisierbare Gebäude bereits einen Käufer gehabt habe. „Vielleicht sollten wir etwas ändern“, so Karg weiter. Baureferentin Beltinger sagte zwar, „gegen weniger Häuser will ich mich gar nicht wehren.“ Eine Änderung auf der Basis des Veränderungsantrags halte sie aber nicht für sinnvoll. „Der städtebauliche Gedanke, wie bekomme ich in dieses kleine Gebiet ein einheitliches Gesicht, sollte beibehalten werden“, mahnte sie.

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