Keiner kommt zu kurz

Das Sommerprogramm der Altusrieder Freilichtbühne bietet 2010 einmal mehr etwas für jeden Geschmack. Eine aufwändige Märchenproduktion, eine Operette mit namhaften Darstellern und bis jetzt zwei Rockkonzerte mit PUR und Status Quo. Zwei oder gar drei weitere sind noch in der Planungsphase, avisierte vergangene Woche der Pressesprecher der Agentur Semmel Concerts aus Bayreuth.

Bereits zum siebten Mal führt Michael Ramjoué Regie auf der Naturbühne am Riedbach, diesmal allerdings mit doppelt so vielen Darstellern. „Mit dreihundert Aktiven kann ich aus dem Vollen schöpfen,“ diktierte der Bruder des Verkehrsamtsleiters bei der Pressekonferenz den Medienvertretern in die Blöcke. Als Beispiele nannte er einen Jahrmarkt und ein lebendes Schachspiel am Hofe des Königs. Die Hauptrollen werden von Manuela Mayer (19, Erzieherin) und Florian Jungbold (24, Student an der FH Kempten) spielen. Gemeinsam haben beide mit Wiebke Renner und Volker Bengl die Vorfreude auf den ersten Auftritt auf einer Freilichtbühne mit diesen Dimensionen. Als „Christl von der Post“ und „Adam“ werden letztgenannte die anspruchvollen Rollen in der Operette „Der Vogelhändler“ singen. „Die grosse Herausforderung bei einer Operette ist die Kombination von Gesang, Tanz und Spiel,“ gestand Wiebke Renner. Regisseurin Anette Leistenschneider weiß, dass ihre Protagonisten in allen Genres zu begeistern wissen. Mit der Erfahrung von 40 Operetten als Hintergrund glaubt man Volker Bengl, wenn er zugibt, dass sein Part durchaus mit der Herausforderung einer Oper an seine Gesangeskunst gleichgestellt werden kann. Auf die Unwägbarkeiten des Allgäuer Wetters angesprochen, gab er sich gelassen: „Ich freue mich mehr auf Wetterkapriolen, als dass ich Angst vor ihnen habe“, sagte er. Der musikalische und künstlerische Leiter, Wilhelm Keitel, weiß, was auf ihn zukommen kann. 2008 gastierte er mit dem „Zigeunerbaron“ in Altusried. Weil das Orchester damals nicht zu sehen war und sich das Gerücht verbreitete, die Beschallung käme vom Band, wird er diesmal die Musiker des Orchesters der „Bolschoi Oper Minsk“ in einer Scheune neben der Bühne unterbringen. Karten beim KREISBOTE Anette Leistenschneider versprach eine traditionelle Inszenierung mit einem Augenzwinkern. Genaueres sagt sie dazu allerdings nicht, erging sich stattdessen nur in Andeutungen: „Wir werden mit dem Publikum ein Lied einstudieren, das dann zum Schluss mit dem großen Chor gesungen wird.“ Für den sucht Wilhelm Keitel übrigens noch Sängerinnen und Sänger aus Altusried und natürlich auch aus den umliegenden Gemeinden. So an die 200 sollten es schon sein. Wer es sich zutraut, kann sich weitere Informationen unter der Telefonnummer 01805/592200 beim Verkehrsamt Altusried holen. Unter der gleichen Nummer gibt es Karten für das Märchen (19. Juni bis 11. Juli), die Operette (16. Juli bis 31. Juli), Pur am 15. August und Status Quo am 28. August. Die Preise können im Internet unter www.freilichtbühne-altusried.de und bei den Vorverkaufsstellen des KREISBOTEN. in Erfahrung gebracht werden.

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