Kempten zieht nach

Zuschüsse in Höhe von 27000 Euro aus der Stadtkasse bekommt künftig die psychologische Beratungsstelle für Ehe, Familien- und Lebensfragen der Diözese Augsburg. Das beschlossen die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses in ihrer jüngsten Sitzung im Hinblick auf den steigenden Beratungsbedarf, insbesondere in den neuen Medien, einstimmig.

Seit 30 Jahren leistet die Diözese ihre Dienste in insgesamt vier Gebietskörperschaften, den Landkreisen Ost- und Oberallgäu sowie den kreisfreien Städten Kaufbeuren und Kempten. 27 Prozent des Beratungsanteils nimmt die Stadt Kempten in Anspruch. Die Beratungsstelle übernimmt Pflichtaufgaben der Kinder- und Jugendhilfe für die Bereiche Beratung von Vätern, Müttern und anderen Erziehungsberechtigen in Fragen der Erziehung. Außerdem gibt es Informationen zur Vorbereitung auf Ehe, Partnerschaft und Familie. Auch bei Konflikten und Krisen in der Familie sowie bei Trennung und Scheidung ist die Beratungsstelle der richtige Ansprechpartner. Matthias Haugg, Leiter des Jugendamts, erläuterte die Gesamtfinanzierung der Beratungsstelle. Pro Jahr fallen 390 000 Euro an, wovon 350000 Euro Personalkosten für Diplompsychologen, Sekretariat und Berater seien. „Die vier beteiligten Gebietskörperschaften haben jahrelang insgesamt circa 75000 Euro bezuschusst“, machte Haugg klar. Bereits 2004 wurde unter der Federführung des damaligen Jugendamtsleiters, Benedikt Mayer, von den vier Jugendämtern sowie der Beratungsstelle festgehalten, dass der Gesamtzuschuss auf angemessene 100 000 Euro für die Übername von Pflichtaufgaben aus dem Sozialgesetzbuch 8 sei. Voraussetzung dafür sei allerdings gewesen, dass alle beteiligten Kommunen und Landkreise ihre Zuschüsse entsprechend der Zahl der Ratsuchenden anpassen würden, erklärte Haugg. Der Landkreis Oberallgäu habe seinen Zuschuss im Jahr 2009 deutlich von 30000 auf 45000 Euro erhöht, nachdem die konkrete Umsetzung in den letzten Jahren ausblieb. Auch der Landkreis Ostallgäu habe seinen Zuschuss angehoben. Die Anteile würden nun den Beratungszahlen entsprechen, wobei Kaufbeuren sogar eine überproportionalen Anteil leisten würde. Für Kempten bedeute dies, dass der Zuschuss im Kontext der 100000 Euro-Finanzierung von derzeit 20440 Euro auf 27000 Euro erhöht werden müsse, führte Haugg weiter aus. Dieser Erhöhung stimmten die Mitglieder des Ausschusses zu.

Meistgelesene Artikel

Ausblick und Austausch

Kempten – Knapp 200 Repräsentanten der verschiedenen Bereiche des Lebens in Kempten versammelten sich am Dienstagabend in der Schrannenhalle des …
Ausblick und Austausch

Lebensgefährtin versucht anzuzünden

Kempten – Am Donnerstagnachmittag vergangener Woche eskalierte ein Streit zwischen einem Pärchen, in dessen Verlauf der Mann offenbar versuchte seine …
Lebensgefährtin versucht anzuzünden

Schnell eingliedern mit "LASSE"

Kempten – Christian Kühn ist ein ganz normaler Mann. Täglich pendelt der 33 Jahre alte Familienvater von Füssen nach Kempten zur Arbeit. In der …
Schnell eingliedern mit "LASSE"

Kommentare