Gertrud Barth feierte ihren 102. Geburtstag

"Immer in Bewegung bleiben"

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„Einen optimistischen Blick auf das Leben braucht der Mensch”, meint Gertrud Barth geb. Büchner. Die gute Dame muss es wissen, denn sie ist Jahrgang 1913 und feierte am vergangenen Montag mit ihrem Sohn und dessen Lebenspartnerin ihren 102. Geburtstag. (v.li.) Peter Ottlinger, Einrichtungsleiter Seniorenpark Hoefelmayerpark, Josef Mayr, 3. Bürgermeister Kempten, Gertrud Barth, Betty Shedlock und Sohn Hannes Barth.

Kempten – Wenn man Gertrud Barth nach dem Rezept für ihr langes Leben fragt, zeigt die Dame mit ihren Fingern gen Himmel. Aber nicht allein Gott sei es gewesen, der Gertrud Barth, die seit rund 30 Jahren in der Seniorenanlage Hoefelmayrpark glücklich und zufrieden lebt, mit einem ereig- nisreichen Leben gesegnet hat, das heuer bereits 102 Jahre währt.

„Viel Bewegung, sich für Vieles interessieren, ein Hobby pflegen”, das sind die Dinge, die ein Leben ausmachen, sagt Gertrud Barth, die ein Jahr vor dem ersten Weltkrieg in Wernigerode im Harz das Licht der Welt erblickte. Ins Allgäu verschlug es die gelernte Hausschwester, die im zweiten Weltkrieg als Lazarettschwester tätig war, durch ihre Liebe zu den Bergen und der Natur. Beim Skilaufen im Kleinwalsertal stürzte die rüstige Dame einst und der Kavalier, der sie damals wieder auf die „Fiaß” stellte, „den habe ich zur Strafe geheiratet”, sagt schmunzelnd die für ihr Alter bemerkenswert agile und geistig fitte Gertrud Barth.

Die Ehe muss ihr Allgäuer Ehemann aber wohl niemals als Strafe empfunden habe, denn er blieb bis zu seinem Tode vor fünf Jahren mit ihr, Gertrud Barth geb. Büchner, verheiratet. Nach seiner Pensionierung bereiste das Ehepaar Barth die Welt und genoss nach ihrem Umzug in die Seniorenwohnanlage Hoefelmayrpark im Jahr 1983 ihren Ruhestand.

Ein großes Faible entwickelte Gertrud Barth auch für die Malerei, die sie solange mit große Freude betrieb, wie es ihre heute zittrigen Hände zuließen. Viele selbstgemalte Bilder in ihrer Mansardenwohnung im Hoefelmayrpark mit malerischer Aussicht auf das südliche Kempten und die Berge geben ein Zeugnis ihres großen Talentes wieder.

Gemeinsam mit ihrem Sohn Hannes Barth und dessen Lebenspartnerin Betty Shedlock, Kemptens 3. Bürgermeister Josef Mayr und Einrichtungsleiter Peter Ottlinger feierte die rüstige Dame ihren 102. Geburtstag, bei dem sie sowohl Glückwünsche des Landesvaters Horst Seehofer als auch ein schönes Seidentuch entgegennehmen durfte. Leider konnte ihr Sohn Professor Wolf Barth krankheitsbedingt nicht bei der Feier anwesend sein.

Jörg Spielberg

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