"Kinder sind unsere Zukunft"

Die Kinderkommission (KiKo) nimmt ihre Arbeit wieder auf. In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Dienstag vergangener Woche haben der Leiter des Jugendamtes, Matthias Haugg, und die neue Vorsitzende der KiKo, Stadträtin Claudia Dress (CSU), das Konzept vorgestellt, nachdem die Kommission künftig arbeiten will. Das Gremium existiert seit 1990 und ist ein Unterausschuss des Jugendhilfeausschusses. In dieser Legislaturperiode ist sie bisher allerdings noch nicht in Erscheinung getreten.

„Familien und Kinder sind unsere Zukunft“ sei der Leitgedanke, den sich die Kinderkommission auf die Fahnen geschrieben habe, so Haugg. Die KiKo wolle mit ihrer Arbeit ein wichtiges Signal setzen. Einfluss auf Einzelfälle und gesetzlich geregelte Aufgaben werde sie nicht nehmen, heißt es in der schriftlich formulierten Konzeption. Sie werde sich vielmehr im Rahmen von öffentlichen Anhörungen, nicht öffentlichen Expertengesprächen und Kinderversammlungen wichtigen kinderpolitischen Themen annehmen. Dem Jugendhilfeausschuss werde sie regelmäßig Bericht erstatten. Themen des Ausschusses werde die Kinderkommission im Vorfeld besprechen und beratend zur Seite stehen. Sie könne zudem auch eigene Themen in den Ausschuss einbringen. Themenplan präsentiert Auch einen Themenplan präsentierten Haugg und Dress. Die Kiko wolle demnach alle Einrichtungen, die sich für Kinder einsetzen, stärken. Gewalt, Vernachlässigung und Ausgrenzung wolle sie entgegen wirken. Auf das Thema „Umgang der Kinder mit Medien“ wolle die Kommission in Zukunft ein besonderes Augenmerk legen. Die Kinderkommission wolle quasi Lobby-Arbeit für die Kinder leisten, erklärte Vorsitzende Claudia Dress. Die Arbeit der KiKo sei in der Vergangenheit nicht ausreichend dokumentiert worden, aber „die Arbeit ist trotz alldem gelaufen. Es ist viel passiert“, so die Vorsitzende. Eine Liste von elf Mitgliedern präsentierten Haugg und Dress in der Ausschusssitzung. Darauf stehen Vertreter von Tagesstätten, Schulen, des Kinderschutzbundes und anderen Stellen. Viele Überschneidungen Der Geschäftsführer des Stadtjugendrings (SJR), Alexander Haag, stellte jedoch fest, dass sich viele der Themen der KiKo mit denen der Jugendverbandsarbeit decken. Er regte an, dass auch ein Vertreter des SJR in der Kommission mitwirken könnte. Bei der Vorsitzenden Dress stieß er dabei auf ein offenes Ohr. Allerdings wollten die SJR-Vertreter im Ausschuss nicht über den Vorstand hinweg entscheiden und erst einen Vertreter bestimmen. Der vorläufige Kompromiss: Die Kinderkommission lädt den SJR zur Besprechung wichtiger Themen ein. Ein SJR-Mitglied könne in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses ganz unkompliziert offiziell aufgenommen werden, erklärte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU).

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