Kleiner Dämpfer zur rechten Zeit?

Große Augen machen zwar alle, aber keiner bekommt den Ball: Dieser Eckball der weiß-blau gekleideten Kotterner verpasst Freund und Feind. Foto: Matz

Der TSV Kottern kam am Freitagabend zu Hause gegen den SC Fürstenfeldbruck nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Der Liganeuling bleibt somit auch im neunten Spiel in Folge ungeschlagen. Die Kotterner stehen aufgrund ihres besseren Torverhältnisses nach wie vor an der Tabellenspitze vor dem punktgleichen BCF Wolfratshausen.

Der TSV Kottern tat sich gegen die guten Fürstenfeldbrucker sehr schwer und kam nicht so gut ins Spiel wie sonst. Die Oberbayern agierten abwartend, aber sehr aggressiv und ließen der Heimelf im Mittelfeld wenig Raum zur Entfaltung. Das führte dazu, dass die Kotterner sich in der ersten Spielhälfte nur wenige Torchancen erarbeiten konnten. Die besseren und klareren Möglichkeiten hatten in der ersten Halbzeit die Gäste. Durch das Fehlen von Abwehrchef Kevin Siegfanz schien die Defensive des TSV verunsichert. Auch der sonst so souveräne Kotterner Torwart strahlte am Freitagabend nicht die gewohnte Sicherheit aus. Dennoch blieb es zur Pause beim 0:0. Nach dem Seitenwechsel kamen zunächst die Gäste wieder besser ins Spiel. Nach zehn Minuten Spielzeit im zweiten Durchgang erzielten die Fürstenfeldbrucker die 1:0-Führung. Kotterns Keeper Martin Gruber unterschätzte dabei zunächst eine hohe Flanke aus halblinker Position in den Kotterner Strafraum und ein Gästestürmer brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten. Die Vorstädter verstärkten in der Folgezeit zwar ihre Bemühungen, wurden aber immer wieder durch die gut organisierte Gästeabwehr abgeblockt. Eine umstrittene Strafraum-Situation zwanzig Minuten vor dem Abpfiff führte dann zum 1:1-Ausgleich. Der Kotterner Sinan Yilmaz kam im Strafraum zu Fall und Schiedsrichter Michael Schmitt (SRG Forchheim), der von Zweitligaschiedsrichter Robert Hartmann beobachtet wurde, deutete auf den Elfmeterpunkt. Das wunderte viele Zuschauer, die eher eine gelb-rote Karte für den Kotterner Angreifer wegen Vortäuschens eines Fouls erwartet hatten. Yilmaz schoss den Strafstoß davon unbeeindruckt selbst und verwandelte mit etwas Glück zum 1:1 – der Ball sprang vom Innenpfosten ins Tor. Im weiteren Spielverlauf gab es zwar auf beiden Seiten noch die eine oder andere Chance, den Siegtreffer zu erzielen, doch beide Angriffsreihen vergaben ihre Chancen. Am Ende blieb es beim 1:1-Unentschieden. Die Platzherren waren am Ende mit dem Punkt zufrieden. Der TSV steht nach neun Spielen als einzige ungeschlagene Mannschaft mit 19 Punkten an der Tabellenspitze und hat schon jetzt fast die Hälfte der als Saisonziel ausgegebenen 40 Punkte zum Klassenerhalt eingefahren.

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