Koma-Saufen im Fokus

Staatssekretär Dr. Gerd Müller (3.v.l.) und Stadträtin Claudia Dress (3.v.r.) informierten sich im Polizeipräsidium Schwaben Süd/West bei Polizeihauptkommissar Andreas Erb (v.l.), Polizeihauptkommissar Andreas Wagner, Polizeipräsident Hans-Jürgen Memel, Polizeivizepräsident Klaus Faltenbacher und Polizeidirektor Günter Hackenberg. Foto: Polizeipräsidium

Als zunehmendes Problem bezeichnete Staatssekretär Gerd Müller (CSU) vor kurzem bei seinem Besuch des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West in Kempten das sogenannte Koma-Saufen bei Jugendlichen. Den steigenden Zahlen auch in der Region müsse mit wirksamen Methoden entgegen gewirkt werden.

Neben verstärkten Kontrollen zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes in den Gaststätten und Diskotheken gelte in Zusammenarbeit mit den Stadt- und Kreisbehörden die Möglichkeit der Sperrung des Führerscheinerwerbs mit 18 konsequent anzuwenden. Die Alkoholprävention in den Schulen und in der Jugendarbeit müsste darüber hinaus verstärkt werden, so Müller. Der Verbraucherstaatssekretär informierte sich bei seinem Besuch darüber hinaus über die Gefahren des Online-Banking und über die Gefahren des Internet-Mobbings. „Das Netz kennt keinen Radiergummi“, so Gerd Müller. „Wer beispielsweise bei Facebook Daten und Bilder einstelle, müsse davon ausgehen, dass diese weltweit verfügbar sind.“ Chance und Gefahr Als einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung der Abzocke im Internet bezeichnet Müller die jetzt neu verabschiedete Regelung der sogenannten Button-Lösung. Bestellungen über Internet bedürfen demnach zukünftig einer ausdrücklich Bestätigung des Bestellvorgangs. „Das Internet ist heute Chance aber zugleich auch Gefahr und Risiko und dessen muss sich jeder Nutzer bewusst sein“, betonte Gerd Müller im Gespräch mit den Ermittlungsbeamten.

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