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Begeisterung bei den Kindern: Die durften sich am Samstag unter fachmännischer Leitung im Löschen üben. Fotos: Kesel

Weit geöffnet hatten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kempten am Samstag die Türen ihres Domizils in der Rottachstraße. Und viele Interessenten kamen, begutachteten die Gerätschaften und informierten sich über das Training und die Arbeit der Kemptener Brandbekämpfer.

Neben den zahlreichen Einsatzfahrzeugen, darunter auch Rettungshubschrauber und Wasserfahrzeuge, demonstrierten die Feuerwehrleute den Umgang mit ihren verschiedenen Gebrauchsgegenständen wie den Hebe- und Spreizgeräten eines Feuerwehrautos, die bis zu 25 Kilo schwer sein können. In einem vorgegeben Parcours konnten die Besucher Grundtätigkeiten der Feuerwehr selbst ausprobieren. Um ihr Erste-Hilfe-Wissen unter Beweis zu stellen, mussten sie bei Mitgliedern des Roten Kreuzes einen Notruf absetzen, die stabile Seitenlage einleiten und verschiedene Verbands-Techniken anwenden. Weiter galt es, in voller Schutzausrüstung einen möglichst schnellen Löschangriff vorzunehmen. Vom Vorbereiten der Pumpen über das Ausrollen der Schläuche bis hin zum Befehl „Wasser marsch!“ hatten die Teilnehmer alles selbst in der Hand. Da konnte es schon einmal passieren, dass die Wasserpumpen nicht mitspielten. Zur Belohnung gab es dennoch eine Chronik über die Kemptener Feuerwehr geschenkt und eine Medaille als Andenken. Wer noch nicht genug hatte, konnte zusätzlich die Atemschutzübungsstrecke ausprobieren, die jeder Feuerwehrdienstleistende einmal jährlich zu durchqueren hat. Der Parcours, bestehend aus engen Gängen mit Hindernissen, wie zum Beispiel Röhren oder Metall-Türen, wird unter den Realbedingungen eines Brandeinsatzes bewältigt. Qualm, Hitze und Lärm gehören ebenso dazu wie die schwere Schutzausrüstung inklusive Sauerstoffmasken. Auch der Fitness-Bereich mit Geräten zum Leiter-Steigen oder Fahrradfahren war zur Besichtigung und zum Testen geöffnet. Die Besucher konnten sich so einen Eindruck von den Einsatzbedingungen und Belastungen der Feuerwehrleute verschaffen und erleben, wie eng und unbequem es im Einsatz zugehen kann. 25 Kilo schweres Gerät Neben den zahlreichen Einsatzfahrzeugen, darunter auch Helikopter und Wasserfahrzeuge, demonstrierten die Florianer den Umgang mit ihren Gebrauchsgegenständen, wie beispielsweise den bis zu 25 Kilogramm schweren Hebe- und Spreizgeräten eines Feuerwehrautos. Ein Highlight stellte auch die Teilnahme an einer Rundfahrt im Feuerwehrauto dar. Ins Boot geholt hatten sich die Brandbekämpfer auch die Bergwacht, die nicht nur mit Technik vor Ort war, sondern mit Hilfe einer Drehleiter eine Bergrettung in luftiger Höhe nachstellte und Erklärungen dazu gab. Eine große Hüpfburg lud die Jüngsten zum Toben ein, daneben stand eine Torwand zum Schießen bereit. Ihre Geschicklichkeit konnten die Kinder beim Zielen mit der Kübelspritze unter Beweis stellen, indessen die Erwachsenen bei Kaffee und Kuchen oder Deftigem miteinander ins Gespräch kamen. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Band „Willie & The Poor Boys“. Neben Unterhaltung, Information und Präsentation der Aufgaben der Feuerwehr verfolgten die Organisatoren mit dem Tag der offenen Tür auch das Ziel, Kinder und Jugendliche für den Dienst in der Feuerwehr zu sensibilisieren und zu gewinnen. Die Jugendlichen der Feuerwehr zeigten sich derweil selbst aktiv und kümmerten sich vor allem um das Kinderprogramm. Und wer am Schluss nicht ohne Andenken von der Rottachstraße nach Hause gehen wollte, konnte sich ein T-Shirt oder Kissen mit lustigen Feuerwehr-Aufdrucken kaufen.

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