Konkrete Pläne

Der Bau eines „Praktiker"-Baumarktes in der Ulmer Straße wird konkreter. Am Dienstag vergangener Woche beschäftige sich der Bauausschuss erneut mit dem entsprechenden Bebauungsplan für das Areal zwischen Ostbahnhofstraße, Schumacherring, Stephanstraße und der Bahnlinie Kempten-Neu-Ulm. Vor allem der Investor hatte im Vorfeld der Sitzung einige Veränderungswünsche hinsichtlich der bisherigen Planungen geäußert.

Wie der KREISBOTE bereits berichtete, plant „Praktiker", von der Wies- in die Ulmer Straße umzuziehen. 10000 Quadratmeter Gesamtverkaufsfläche stehen dort zur Verfügung, die Bundeswehr hat die Fläche mittlerweile zum Verkauf freigegeben, wie Antje Schlüter, Leiterin des Stadtplanungsamtes am Dienstag bekannt gab. Auch mit der Bahn führe die Stadt bereits Grundstücksverhandlungen. Aufgrund diverser Änderungswünsche des Investors und Träger öffentlicher Belange legte der Bauausschuss jetzt unter anderem fest, dass in dem Baumarkt auch ein Stehimbiss geführt werden darf, da ein solcher lediglich bereits fertig zubereitet Speisen verkaufe. Ein Stehcafè mit dem Verkauf von Backwaren sei hingegen nicht zulässig, da das dem Kemptener Nahversorgungskonzept widerspreche. Begrenztes Randsortiment Um den Einzelhandel darüber hinaus zu schützen, dürfen von den 10000 Quadratmetern Verkaufsfläche lediglich 500 für innenstadtrelevante Randsortimente wie beispielsweise Elektrogeräte, Haushaltswaren, Campingartikel, Unterhaltungselektronik oder Zooartikel reserviert, weitere 300 Quadratmeter für den Verkauf von Lampen genutzt werden. Für Aktions- oder Saisonwaren, die ebenfalls in den Bereich innenstadtrelevantes Randsortiment fallen, dürfen maximal weitere 50 Quadratmeter hinzukommen. Klare Abgrenzung In städtebaulicher Hinsicht entschieden die Stadträte am Dienstag, die Höhe des Baumarktes wegen der umliegenden Gebäude auf maximal 14 Meter zu begrenzen, was auch künftig für die Firma Greiter gilt. Lediglich direkt entlang der Bahnlinie darf bis zu 20 Meter hoch gebaut werden. Darüber hinaus soll der Abstand der östlichen Baugrenze zur Ulmer Straße von drei auf einen Meter verringert werden, um eine noch bessere Ausnutzung des gesamten Gewerbegrundstücks zu erreichen. Kein Aufschütten Entgegen den bisherigen Planungen soll das im Bereich der Hangkante abfallende Gelände aber nicht mit dem Schutt des Kunz-Hauses aufgefüllt werden, was zu viel Geld kosten würde. Stattdessen soll nun ein Untergeschoss eingezogen werden, das als Lagerflächen an andere Firmen vermietet werden soll. Ohne große Einwände ließen die Stadträte im Bauausschuss den Bebauungsplan passieren. Lediglich Hans Mangold von den Grünen störte sich daran, dass das Dach des neuen Baumarkts nicht bepflanzt werden soll, wie es der städtische Betriebshof „zur Verbesserung der klimarelevanten Parameter“ in seiner Stellungnahme angeregt hatte. „Hier könnten wir für Klima und Abwasser etwas tun", sagte er. Seine Fraktionskollegin Elisabeth Brock hingegen hoffte am Dienstagabend, dass die vorgesehenen Werbepylonen und -tafeln im Bereich der Ulmer Straße nicht zu überdimensioniert werden. Ein abschreckendes Beispiel gebe es bereits in Sankt Mang.

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