Kottern gewinnt Derby

Mit einem 1:0-Heimsieg des TSV Kottern ist am Freitagabend das Stadtderby zwischen den Vorstädtern und dem FC Kempten ausgegangen. Für die Kotterner, die erst in der zweiten Halbzeit so richtig aufdrehten, traf der Ex-FCK-Spieler Matthias Köster nach dem Wiederanpfiff per Kopf. Rund 1500 Zuschauer waren nach Sankt Mang gekommen, um sich das Derby anzusehen. Es entwickelte sich trotz hoher Erwartungen an den Saisonauftakt in der Bezirksoberliga Schwaben kein fesselndes Spiel.

Das war vor allem in der ersten Halbzeit zu sehen. Die Gastgeber waren angesichts der ungewohnten Kulisse sichtlich nervös und fanden nicht zu ihrem Spiel. Der FC Kempten, dem die meisten vor dem Spiel keine großen Chancen einräumten, hielt nicht nur gut mit, sondern hatte in der ersten Halbzeit gute Szenen und hätte sogar nach einer knappen Viertelstunde in Führung gehen können, als Manuel Maier die Latte des Kotterner Gehäuses traf. Im weiteren Verlauf bis zur Pause war das Spiel, gelinde ausgedrückt, nicht besonders aufregend. Ein Geplänkel auf beiden Seiten. Köster trifft zum 1:0 In der zweiten Hälfte hingegen war der TSV Kottern die klar überlegene Mannschaft, konnte die spielerische Überlegenheit jedoch zunächst nicht in Tore ummünzen. Erst als ausgerechnet Matthias Köster, ein ehemaliger Spieler des FC Kempten, den Ball per Kopf nach einem Freistoß in das Kemptener Tor zum 1:0 beförderte, kam beim TSV Kottern großer Jubel und Erleichterung auf. Mit der Führung im Rücken erspielte der TSV Kottern viele gute Tormöglichkeiten, scheiterte jedoch entweder am eigenen Unvermögen, am Pfosten, an der Latte oder am gut parierenden Kemptener Torwart Schnabl. So blieb es am Ende einer insgesamt mäßigen Partie beim verdienten 1:0-Sieg des TSV Kottern, der deutlich höher hätte gewinnen können oder gar müssen. Kotterns Coach unzufrieden Der Kotterner Trainer, Bernd Kunze, freute sich zwar über den Sieg und damit über die ersten drei Punkte, war aber mit der Leistung seiner Mannschaft unzufrieden. Das Resumee des FCK Trainers Werner Moll lautete: „Es hat die cleverere Mannschaft gewonnen.“ Die Verantwortlichen des TSV Kottern waren sich am Ende einig: Hauptsache drei Punkte. Der Vorsitzende des FC Kempten, Michael Eß, meinte, dass die jungen Spieler gezeigt hätten, dass sie in dieser Liga gut mithalten können. Die Fans beider Seiten hatten sich jedoch mehr vom Spiel erwartet. Für die beiden ewigen Stadtrivalen TSV Kottern und FC Kempten war es nach langer Zeit ein Derby auf Augenhöhe. Zündstoff gab es in der Vergangenheit genug. Hatte doch der FC Kempten in der vergangenen Saison die Jugendfördergemeinschaft abgelehnt und der TSV Kottern im Jahr zuvor die Fusion verweigert. Hinzu kam, dass der FC Kempten in den Jahren zuvor meist ein oder zwei Klassen höher als der TSV Kottern spielte, der aber dennoch in den vergangenen Jahren die Pokalspiele immer für sich entschied. VFB Durach verliert Der TSV Kottern hatte kräftig die Werbetrommel gerührt und außerdem um ein umfassendes Rahmenprogramm mit Schlagerparty nach dem Spiel gesorgt. Fast 1500 Zuschauer freuten sich bei weltmeisterlichem Wetter auf ein spannendes Derby, wovon einige anschließend zum Feiern blieben Im Schatten des Stadtderbys der Bezirksoberliga Schwaben stand die Begegnung des VfB Durach beim Aufsteiger BSC Oberhausen, das im alterwürdigen Augsburger Rosenaustadion stattfand. Die Duracher verloren nach einer schwachen Partie mit 0:2 und verpatzten somit den Saisonstart.

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