Zunftmeisterempfang und Umzug beschließen Fasnet-Saison

Alles wieder vorbei

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Die Guggenmusik Isny sorgt zum Abschluss dieser Fasnet-Saison für gute Stimmung auf dem traditionellen Isnyer Fasnetumzug.

Isny – Zum Abschluss der Fasnet-Saison ist am Veilchendienstag immer Isny in der Region der letzte Teil der Straßen-Fasnet. Dazu gehört der Zunftmeisterempfang und dann ab 13.33 Uhr der Umzug.

65 Zünfte und Gruppen hatten sich heuer zum Umzug angemeldet und die Vertreter der Hästräger waren zum Zunftmeisterempfang in den Gasthof „Hirsch“ gekommen. 

Da ging es schon ein wenig eng zu im „Hirsch“, besonders als sich auch noch die Isnyer Guggenmusik zwischen den Tischen aufbaute, um noch einmal heftig auf die Pauke zu hauen. Etwas frozzeln gehört dazu, und besonders in lieber alter Tradition waren er wieder einmal die Leutkircher und die Isnyer, die sich gegenseitig Hopps nahmen. 

Zunftmeister Frank Müller freute sich über den Prominententisch und begrüßte seine Gäste. Aus Leutkirch waren der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Wild und Gattin angereist und hatten das Prinzenpaar vom Niebelgau neben sich. Prinzessin Svenja I. und Prinz Florian II. hatten außerdem noch einige Hästräger dabei. „Worte eines Abgesägten“ waren der erste Beitrag zum Empfang. Bürgermeister Rainer Magenreuter, zu diesem Zeitpunkt noch 16 Stunden abgesetzt, machte einmal mehr deutlich, dass er als Mitglied der Narrenzunft und im Häs eines Kuhtreibers nicht nur Kühe treiben muss, sondern das ganze Jahr der Antreiber ist. 

In Leutkirch war es besonders die Form der Bürgerbeteiligung, die Magenreuter aufgefallen ist. „Die Stadt plant und der Bürger zahlt.“ Auch die Querelen rund um den geplanten „Center Parc“ und die ewig lange Zeit bis zum eventuellen Baubeginn erinnerte ihn an den Berliner Großflughafen. Wild hält dagegen Wolfgang Wild ließ sich aber nicht die Butter vom Brot nehmen und hatte sich ebenfalls einiges in Reimen ausgedacht. „Weils Grundwasser spielt a große Rolle, hätt a andre Idee i, a ganz tolle, aus Keller und Brunnen könnt ma grad für d´Isnyer mache a Römerbad.“

 Danach kamen die Zunftmeister zu Wort und nach einem guten Essen, freien Getränken und viel Unterhaltung ging es um 13.33 Uhr auf den Umzug. Leichtes Schneetreiben brachte am Anfang einen Hauch von Winter in die Stadt und alles war ohne besondere Zwischenfälle vonstatten gegangen. Danach hieß es alles aufräumen, die Masken abgeben und alles friedlich ausklingen lassen. „He Muh, die Kuh geht zur Ruh – bis zur nächsten Saison!“

Manfred Schubert

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