Künftig nur noch zwei Museen?

Noch vor Weihnachten soll die erarbeitete Empfehlung des Arbeitskreises (AK) zur Kemptener Museumsentwicklung in den entsprechenden Ausschüssen behandelt und öffentlich gemacht werden. Das lies Kulturamtsleiter Dr. Gerhard Weber vergangene Woche auf Anfrage des KREISBOTE verlauten.

Die Empfehlung des AKs „Römerstadt“ liege bereits vor. Der AK für Stadtgeschichte-/Doppelstadtgeschichte müsse erst noch „soweit zu Potte kommen, dass alle eine Empfehlung absegnen“, erklärte Weber. Am Ende sollen beide AK-Ergebnisse zu einer Gesamtempfehlung zusammengefasst und in die Ausschüsse gebracht werden. Weber betonte aber, dass es sich dabei lediglich um Empfehlungen handle, die zunächst in einem Masterplan unter anderem auf Finanzierbarkeit geprüft werden müssten, bevor sie weiter verfolgt werden könnten. Zu den Empfehlungen oder Überlegungen selbst wollte er noch keine Angaben machen, zumal ein Teil davon noch nicht ganz abgeschlossen und damit „nicht aussagekräftig“ sei. Neues Museum im APC? Nach Informationen des KREISBOTE gibt es aber offenbar schon recht konkrete Überlegungen, künftig alle Museen zu zwei großen zusammen zu legen – ein römisches Museum für geschätzte 2,5 Millionen Euro im APC-Park und eins im Marstall. Dieses soll sich vor allem mit der Geschichte der Stadt Kempten auseinandersetzen. Im Zuge der geplanten Restrukturierung wird anscheinend darüber hinaus auch überlegt, das Alpinmuseum aufzulösen und das Allgäu-Museum ebenfalls im Marstall unterzubringen. Außerdem wird offenbar darüber nachgedacht, die Tourist-Info ins Zumsteinhaus zu verlegen und Teile der Stadtbibliothek in der Orangerie ebenfalls in den Marstall auszulagern, um die vorherrschende Platznot in der Bibliothek zu verringern. Was am Ende aber in welcher Form in die Gesamt-Empfehlung einfließen wird, bleibt zunächst abzuwarten.

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