fkm-Jahresausstellung in der Hypo-Vereinsbank eröffnet

Rund um das Thema Baum

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Aus dem Fundus der Freunde Kemptener Museen sind derzeit Werke von 16 Allgäuer Künstlern zum Thema „Der Baum mein Freund“ ausgestellt.

Kempten – Er verbindet die drei ebenen Himmel, Erde und Unterwelt; seine Wurzeln reichen bis tief in die Erde und die Wipfel ragen bis zum oder sogar in den Himmel.

Er ist bei vielen Kulturen in der Erklärung der Weltsicht verankert und ist ein altes Symbol der kosmischen Ordnung; seine vielen Gestalten im Leben wie im Sterben und dem Tod haben Künstler vielfach inspiriert – und auch die Freunde Kemptener Museen e.V. (fkm) konnte sich seiner Faszination nicht entziehen: „Mein Freund der Baum“ heißt die aktuelle Jahresausstellung, die mit Werken von 16 Allgäuer Künstlerinnen und Künstlern aus dem Bestand des fkm bestückt wurde. 

Wer vergangene Woche zur Ausstellungseröffnung in die Hypo-Vereinsbank in der Bahnhofstraße gekommen war, konnte von fkm-Vorstand Dr. Werner Scharrer noch viel mehr Wissenswertes über Symbolik, religiöse Bedeutungen oder auch – naheliegend – Bäume als Motive in der Kunst erfahren. So vielseitig wie die gezeigten Stile und Techniken, sind auch die Motive rund um das Thema Baum. In dramatischer Stimmung hat beispielsweise Hans Dietmann die „Memhölzer Moor-Birke“ in seiner Radierung verewigt. 

Winzig klein muss sich ein Mensch fühlen, wenn er auf dem Bänkchen unter dem echten Baum sitzt, der schon auf Marcel Dorniers feiner Bleistiftzeichnung „Auf Maria Trost“ durch Größe und Ebenmäßigkeit beeindruckt. Gewohnt provokant laden Achim Gehrets Malereien eher zum Schmunzeln ein, unter anderem, wenn er seine nackte Eva mit Sonnenbrille und einem Hut, so rot wie ihre Lippen und der Apfel in ihrer Hand, einen mit Sepplhut bekleideten Adam fragen lässt: „Magst den, Adam?“. Mit zwei sehr unterschiedlichen Werken ist Roland Breitinger vertreten, der sich in dem Aquarell „Ordnung mathematisch, organisch“ mit der Teilung nach dem goldenen Schnitt beschäftigt, während er mit Pinsel, Tusche und Metalic-Filzstift unter dem Titel „Grasgehren“ dem Wurzelwerk eines Baumes nachspürt. 

Zu sehen sind darüber hinaus Werke von Karlhorst Gessenharter, Paul Keck, Helmuth Krusche, Gertrude Mendler, Gott- lieb Osterwalder, Heinrich Reifferscheid, Christel Retert, Andreas Sammet, Gottlob Schüßel, Hans Erwin Steinbach, Hansjoachim Strube und Franz Xaver Unterseher. Besichtigt werden kann die kleine, aber feine Ausstellung „Mein Freund der Baum“ noch bis 31. Juli 2013 zu den üblichen Schalterzeiten in der Hypo-Vereinsbank, Bahnhofstraße 7 in Kempten.

Christine Tröger

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