Ehemaliger Kulturamtsleiter Dr. Gerhard Weber geht in Ruhestand

Abschied in der "Taberna"

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Zahlreich waren die Mitarbeiter des Kulturamts aus den Abteilungen Museen, Archäologie, Stadtarchiv und Stadtbibliothek zum Abschied des ehemaligen Kulturamtsleiters und künftigen Ruheständlers Dr. Gerhard Weber gekommen, der mit seiner Frau Elisabeth (beide vorne) für ein Gruppenfoto Platz nehmen musste.

Kempten – Nach 33 Jahren geht Ende diesen Monats einer in den Ruhestand, der „die Stadtarchäologie maßgeblich geprägt hat“, der Probleme und Dinge „sehr menschlich“ angehe und „das menschliche Vorgehen sicher nicht immer zur Freude der Rechnungsprüfung war“. Aber es war sicher der bessere und richtigere Weg“, meinte Kulturamtsleiter Martin Fink zu seinem Vorgänger Dr. Gerhard Weber, der im Kreise seiner Mitarbeiter vor Kurzem einen geselligen Abschied in der „Taberna“ des Archäologischen Parks Cambodunum (APC) feierte.

Fink lobte die „große Begabung“ des ehemaligen Kulturamtsleiters zu inszenieren und Räume einzunehmen; zum Beispiel bei der Einweihung des von ihm entwickelten Römerspielplatzes, bei der mit zwei Bühnen alles „bis ins letzte Detail durchinszeniert war“. Vor etwa einem Jahr hatte Weber die Leitung des Kulturamts an Fink übergeben, um sich auf die Archäologie und die Entwicklung des APCs konzentrieren zu können.

Der Wechsel Webers in die Archäologie war schlussendlich ein Wechsel zurück zu den Wurzeln, denn in der Kemptener Stadtarchäologie, die es seinerzeit noch gab, hatte alles angefangen. Dass „wir hier hängenbleiben“ hatte Weber, wie er sich erinnerte, selbst nicht gedacht. Damals, anno 1983, als er in der Archäologischen Abteilung der Stadt einstieg, die als ein „loses Anhängsel“ vom Schulamt gesteuert worden und in der Hofmühle untergebracht gewesen sei. Was den Umzug in den Chapuis-Park – heute noch Standort des Lagers, der Werkstatt und des Scherbenwaschplatzes – betreffe, „war es eine sehr gute Entscheidung, dass wir dort gelandet sind“, meinte der entspannte Fast-Ruheständler. Mit dem parallelen Umzug des Büros mit dem Kulturamt in das Gebäude der Sing- und Musikschule wurde die Stadtarchäologie aufgelöst, beziehungsweise auf Minimalbesetzung eingedampft: ein Grabungstechniker und Dr. Weber, der von diesem Zeitpunkt an in erster Linie als Kulturamtsleiter beschäftigt war.

Dem Archäologen zu Ehren hatten auch die Mitarbeiter was ausgegraben: ein paar wichtige Stationen seines Lebens – natürlich – aber auch eine lange Liste seiner Publikationen. Neben einem Geschenkkorb mit „Zukunftsausrichtung“ gab Connie die Diva ein Ständchen, verbunden mit dem Wunsch „Dir soll’s rote Rosen regnen“. 

Christine Tröger

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