Kunst für jedermann

Im Zweijahresrhythmus stellen im Museum am Mühlturm Hobbykünstler ihre Werke aus und zeigen, dass man mit seiner Freizeit auch Sinnvolles anfangen kann. Am vergangenen Samstag war es wieder soweit und die diesjährige Ausstellung wurde eröffnet. Gleichzeitig läutete die Vernissage den Abschied des Isnyer Museumsleiters Martin Kratzert ein.

Die Ausstellung heuer ist die siebte und auch dieses Mal hat Martin Kratzert einen guten Querschnitt an die Wände gebracht. Sechzig Exponate haben er und seine Helfer aufgehängt, beschriftet und ins rechte Licht gerückt. In den sechs bisherigen Ausstellungen haben mehr als 200 Aussteller über 1000 Arbeiten gezeigt. Auch die jetzige reiht sich wieder in diese Fülle von Schaffensfreude ein. Eines war Kratzert als Leiter der Isnyer Museen immer wichtig: Die Aussteller haben stets für sich selbst entschieden, welche ihrer Arbeiten ausgestellt werden sollten. Eine Jury wurde nicht gefragt. So ist das Spektrum sehr breit geworden. Von Seidenmalerei bis Kleinplastik, vom zarten Aquarell bis hin zum großformatigen Ölgemälde ist alles vertreten. Die Ausstellung ist noch bis zum 23. August im Museum zu besichtigen und den Besuchern fällt gleichzeitig noch eine wichtige Aufgabe zu. Beim Gang durch die Räume können sie anhand eines Stimmzettels ihren Favoriten festlegen und so dreien der Aussteller zu einem kleinen Preis des Fördervereins der Isnyer Museen verhelfen. Bei der Finissage am 23. August werden die Gewinner dann bekannt gegeben und können sich über hundertfünfzig, hundert oder fünfzig Euro Preisgeld freuen. Die diesjährige ist die letzte Ausstellung, die Martin Kratzer aufbaute, denn im Herbst scheidet er aus seinem Amt aus. Dieter Hechelmann, Vorsitzender des Fördervereins Isnyer Museen, dankte ihm und seinen Mitstreitern für das jahrelange Engagement für das Isnyer Kulturleben. Einen großen Wunsch formulierte Martin Kratzert allerdings noch: „Ich wünsche mir, dass auch nach meinem Ausscheiden die Förderung durch die Stadt weiter geführt wird.“ Hechelmann stellte mit Bedauern fest, dass noch kein würdiger Nachfolger gefunden wurde. Je mehr Besucher den Weg in diese Räume finden, desto eher wird der Wunsch des Leiters der Museen wohl verwirklicht.

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