Kunsthandwerkermarkt "Kunst im Park" lockt zahlreiche Besucher zur Villa Viva

Stöbern, schlendern, staunen

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Marmeladen, Öle, Gartendeko und vieles mehr gab es bei Kunst im Park zu bestaunen und zu erwerben.

Kempten – Es war die richtige Entscheidung: Regen hin, Kälte her, der Kunsthandwerkermarkt im Park der Villa Viva findet statt. Als sich am Sonntagmittag dann doch die Sonne zeigte, füllte sich dieser besondere Ort schnell mit Publikum. Schaufreudig waren die Leute, kauffreudig hoffentlich auch.

Immerhin gab es an fast dreißig Ständen der behinderten und nicht behinderten Aussteller wirklich geschmackvolle Dinge zu bewundern, u.a. bunte Keramikstelen für den Garten, niedliche gestickte Babyschühchen, handgeschnitzte Holzpferde, Fische aus Filz, Knöpfe, Marmeladen, Öle … Allein der denkmalgeschützten Chapuis-Park mit der gewaltigen Rotbuche, dem romantischen Springbrunnen und den alten Arkaden war ein Erlebnis. Der Bayerische Hof stellte seinen Biergarten zur Verfügung und dort konnte man sich verköstigen. Die Landfrauen hatten wieder für selbstgebackene Kuchen und Torten gesorgt. Ein kleines Mädchen musste schwer überlegen, wie sie ihr Taschengeld anlegen soll. Vielleicht ein Schutzengelanhänger? Oder lieber eine Duftseife, noch lieber ein Püppchen oder eine Kerze? Schließlich entschied sie sich, das Budget für ein kleines mit Lavendel gefülltes Herzkissen auszugeben. Sie wollte es ihrer Babyschwester schenken, für einen Schmetterling mit Glitzer, der ihre Frisur schmücken soll, reicht es auch noch. Die Großmama spendete ihr überdies ein Los für die Tombola. Mühsam schrieb sie ihren Namen und Adresse auf den Zettel.

Wie oft die „Kunst im Park“ schon stattgefunden hat? Reinhold Scharpf, Geschäftsführer des Vereins Körperbehinderte Allgäu, weiß es nicht genau zu sagen. Wohl über zwanzig Märkte hat er organisiert, 30 bis 40 Ehrenamtliche sind jedes Mal dabei, bemerkt er dankbar und anerkennend. Im vergangenen Jahr hat der den Kunsthandwerkermarkt immerhin über 3000 Euro für den Verein erbracht. Sicher war der Tag der Begegnung, zwar vom Regen halbiert, auch an diesem Junisonntag wieder ein Erfolg.

Elisabeth Brock

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