Lange Tradition an der nta

Im Jahre 1967 haben der Isnyer Apotheker Professor Paul Bauer und der Chemiker Professor Harald Grübler das Ausbildungsbild des Pharmazeutisch-Technischen Assistenten (PTA) entwickelt und somit bundesweit einen neuen Berufszweig ins Leben gerufen. Die nta- Isny ist also die Keimzelle für ganz Deutschland gewesen und noch heute stolz darauf. In den 43 Jahren sind 4843 PTAs in die Berufswelt entlassen worden. Vergangene Woche feierte der 41. PTA-Jahrgang seinen Abschluss.

Der gute Ruf der Naturwissenschaftlich Technischen Akademie begründet sich aber nicht nur darauf. Auch auf allen anderen naturwissenschaftlichen Fachgebieten haben die Isnyer eine gewisse Vorreiterfunktion und Kernkompetenz. Ein Novum sind zum Beispiel die jährlich stattfindenden Fortbildungskongresse für PTAs aus dem gesamten Bundesgebiet. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Möglichkeit, neben der PTA-Ausbildung in der Pharmazie auch die bundesweit gültige Fachhochschulreife zu erlangen. Auch in diesem Jahr waren wieder Absolventen mit diesem Abschluss dabei, der dazu berechtigt, an jeder deutschen Fachhochschule ein Studium für Pharmazeutische Chemie zu belegen. Natürlich können die Absolventen auch in Isny bleiben und das Studium hier anschließen. Die Karriereleiter hat dann auf alle Fälle einige Sprossen mehr. Master und Bachelor stehen an und das Unterrichtskonzept ist fertig übernommen worden. Professor Kurt Grillenberger betonte in seiner Festrede die Bedeutung der PTAs in den heute über 22000 Apotheken die gerade in Zeiten von Versandhandel und Internetapotheken ihre Beratungskompetenz immer mehr in den Vordergrund stellen. Um rund 20 Prozent haben in den letzen Jahren die in den Apotheken beschäftigten PTAs zugenommen. Einige Veränderungen Insgesamt haben auf der nta rund 40000 Schüler und Studenten ihren Abschluss gemacht und zurzeit sind 502 junge Menschen dort in der Ausbildung. Die wirtschaftliche und wissenschaftliche Lage ist stabil mit Aufwärtstendenzen. Natürlich hat sich seit den Gründerjahren einiges verändert. Die Ausbildungsrichtungen haben stark zugenommen und die Mitbewerber anderer Schulen sind zu berücksichtigen. Auch an den deutschen Universitäten stellt man fest, dass der Großteil der Studierenden aus der jeweiligen Region kommt. Die Zeiten der „geburtenstarken Jahrgänge“ sind längst vorbei und ein übersichtliches miteinander Lernen hat viele Vorteile. Auch in diesem Jahr wurde die Lehrgangsbeste, Stefanie Monika Ohlinger, auf der Abschlussfeier mit dem Thomapyrin- Preis der Firma Boehringer-Ingelheim ausgezeichnet. Im September beginnt der nächste Lehrgang an der nta. Derzeit sind noch Ausbildungsplätze zu vergeben. Interessenten werden gebeten, sich bei einem persönlichen Gespräch die nta anzusehen und sich über die Ausbildung zu informieren. Zugangsvoraussetzung für PTAs ist die mittlere Reife. Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 07562/97070 und im Internet unter www.nta-isny.de. Der nächste Tag der offenen Tür der nta Isny ist für den 20. März von 10 bis 16 Uhr vorgesehen.

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