Langer gemeinsamer Weg

Für ihr unermüdliches Wirken zum Wohle der Bienen in Altusried und Umgebung zeichneten Monika Deuring vom Kreisverband (4.v.l.) und Imker-Vorsitzender Helmut Dorn (2.v.l.) Johann Merk (v.l.), Gabriele Sima, Franz Dupp, Herbert Zeller, Franz Brunner und Dr.Gilbert Weidmann aus. Fotos: Würzner

Seit einem Jahrhundert wissen die Mitglieder des Gartenbauvereins und die Imker, was sie voneinander haben. So ist es nur logisch, dass sie ihr Jubiläum auch zusammen im Park beim Vereinsheim feierten. Das gemeinsame Interesse wurde in den Grußworten und Ansprachen als Symbiose bezeichnet, denn ohne Blumen und Bäume gäbe es keinen Honig, ohne Bestäubung durch die Bienen keine Vermehrung der Pflanzen und keine Ernte.

Die elementare Bedeutung dieses Gebens und Nehmens wird durch die alarmierende Meldung unterstrichen, demzufolge in Amerika durch den Befall und damit Dezimierung der Bienenvölker durch die Varroamilbe enorme Ernteausfälle gemeldet werden. In der Chronik, nachzulesen in der Festschrift, wird dem Kampf gegen diesen Parasiten ein ganzer Absatz gewidmet. Dem Einsatz von Chemie oder Genmanipulation wird aber eine deutliche Absage erteilt. Die Natur zu respektieren, zu schützen und zu bewahren gebiete die Vernunft, schreibt der 1.Vorsitzende Helmut Dorn und zitiert Albert Einstein, der prophezeite , dass ein Überleben der Menschheit nur kurze Zeit möglich ist, wenn es keine Bienen mehr gibt. Wichtiger Beitrag Den Beitrag zum Überleben aus der Sicht der Gärtner schilderte der Kreisvorsitzende Alfons Herb. Er erinnerte daran, daß der Anfang der Vereinsgeschichte durch zwei Weltkriege geprägt war, Zeiten, in denen weniger die Blumen als Grabschmuck denn die Ernte von Obst und Gemüse das primäre Ziel waren. Nach bald einem dreiviertel Jahrhundert Frieden (heißt das Maskottchen deswegen Frieda, und nicht Maja?) können sich die Mitglieder des größten Kreisverbandes angenehmeren Aufgaben zuwenden, wie dem Blumenwagen zum Abschluss der Freilichtspiele, dem Osterbrunnen oder dem Pflanzenflohmarkt. Der Dank und die Anerkennung für beide feiernden Vereine wurde in vielfacher Form ausgedrückt. Erfreulicherweise auch durch eine Kapitalspritze von Altusrieds Bürgermeister Heribert Kammel, Alfons Herb und Landrat Gebhard Kaiser (CSU). Letztgenannter führte die Tatsache, dass er nach 35 Jahren als Politiker, vom jüngsten Bürgermeister des Landkreises Oberallgäu bis zum Oberallgäuer Landrat, immer noch fit sei , unter anderem darauf zurück, dass er seinen Tee mit Honig süße.

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