Leichte Verbesserung

„Ruhiger geworden“, ist es Polizeidirektor Günther Hackenberg zufolge in den vergangenen Wochen am Boleitestäffele. Im Ausschuss für öffentliche Ordnung berichteten der Chef der PI Kempten und die Stadtverwaltung nach verstärkten Kontrollen in jüngster Zeit jetzt über den Alkoholkonsum im Stadtgebiet.

Angestoßen hatte die Diskussion Stadtrat Peter Wagenbrenner (CSU) Ende Oktober 2010 im Ausschuss. Er berichtete seinerzeit, wie er selbst schon von betrunkenen und zugedröhnten Jugendlichen angemacht wurde. Außerdem gebe es in Kempten viele Jugendliche, die durch die Straßen ziehen, ihr Selbstgemischtes trinken, die Nachtruhe stören und die Straßen vermüllen, meinte er im Oktober. Das Ergebnis der Debatte war schließlich, dass die Polizei und Sicherheitswacht (SIWA) verstärkt an den Brennpunkten kontrollieren und wenn nötig eingreifen sollten. Die Resultate präsentierten Uwe Sutter, stellvertretender Leiter des Rechts- und Ordnungsamts, und Polizeidirektor Günther Hackenberg vergangene Woche im Ausschuss. Mehr Kontrollen Bei einem Ortstermin machten sich Stadt und Polizei ein eigenes Bild am Boleitestäffele und sahen dabei die Beschwerden der Anwohner über die Vermüllung bestätigt. Wie Hackenberg schilderte, habe der verstärkte Kontrolldruck durch Polizei und SIWA zu 72 Platzverweisen und acht Anzeigen am Boleitestäffele geführt. „Wir haben starke Präsenz gezeigt und es ist ruhiger geworden.“ „Boleite, bigBOX und der Parkplatz der Allgäu-Halle sind hauptsächlich Freitag- und Samstagabend Treffpunkte für Gruppen mit vielen jungen Menschen aus dem Umland, die sich dort zum Warmtrinken treffen, um im Anschluss die Kemptener Kneipenszene zu besuchen“, erläuterte Sutter, der den Bericht der Städtischen Sozialarbeit (Streetwork) vortrug. Allerdings lässt das massiv gestiegene Müllaufkommen in den vergangenen Monaten darauf schließen, dass einige Gruppen sich auch nachts als Alternativtreffpunkt zu den Kneipen dort aufhalten. Seit April 2010 seien bei der Bußgeldstelle der Stadt 27 Anzeigen eingegangen. In acht Fällen führte das Verfahren zu einem Bußgeld zwischen 25 und 75 Euro und in fünf Fällen zu einer Verwarnung. Die übrigen Verfahren seien eingestellt worden oder noch nicht abgeschlossen, so Sutter. Während im Boleitestäffele nun also ein bisschen Ruhe eingekehrt ist, hat die Polizei bereits einen weiteren Brennpunkt entdeckt. Hackenberg zufolge hat die SIWA jüngst im Cambodunumweg zehn junge Leute angetroffen, die namentlich alle bekannt seien. Um die Situation vor Ort zu betrachten, fand am Mittwoch eine Ortsbesichtigung statt.

Meistgelesene Artikel

Ausblick und Austausch

Kempten – Knapp 200 Repräsentanten der verschiedenen Bereiche des Lebens in Kempten versammelten sich am Dienstagabend in der Schrannenhalle des …
Ausblick und Austausch

Lebensgefährtin versucht anzuzünden

Kempten – Am Donnerstagnachmittag vergangener Woche eskalierte ein Streit zwischen einem Pärchen, in dessen Verlauf der Mann offenbar versuchte seine …
Lebensgefährtin versucht anzuzünden

Mongolei – Nomadenstaat im Spannungsfeld mit Urbanisierung

Kempten – Das Haus International erfüllte auch an diesem Abend seine Mission als interkulturelles Zentrum der Stadt Kempten. Der recht gut besuchte …
Mongolei – Nomadenstaat im Spannungsfeld mit Urbanisierung

Kommentare