Einige Herausforderungen

2013 wird die Stadt verändern

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Interesse aus dem Deutschen Bundestag: Der FDP-Abgeordnete Stephan Thomae (links) informierte sich unlängst bei Bürgermeister Johann Zeh übers Projekt Kulturzentrum.

Lindenberg – 2013 wird das Jahr der großen sichtbaren Veränderungen in der Stadt Lindenberg. Davon zeigte sich Bürgermeister Johann Zeh jetzt in seinem Jahresvorblick überzeugt.

Größtes Bauvorhaben in der Stadt ist die Erweiterung der Firma Liebherr. Das wird das Erscheinungsbild entlang der Stadteinfahrt Pfänderstraße nachhaltig prägen, den Wirtschaftsstandort Lindenberg sichern und ausbauen, ist sich Zeh sicher. Den Bebauungsplan für die Neubauten von Verwaltungsgebäude und Parkhaus soll der Stadtrat 2013 erarbeiten. Ferner werden zwei Kernpunkte der Stadtentwicklung realisiert und damit die beiden großen brachliegenden Areale in eine neue Zukunft geführt. Das wird Lindenberg laut Zeh mehr Ausstrahlung, Wohnqualität, mehr innerstädtisches Flair und eine bessere Infrastruktur bringen: Es geht einerseits um das Reich-Gelände, auf dem die ersten Wohnungen mit betreutem Wohnen vermutlich schon Ende 2013 bezugsfertig werden. Das Gesundheits- und Wohnhaus als weiterer Neubau soll ebenfalls folgen. Und dann entsteht natürlich dort das Kulturzentrum in der alten Fabrik. Der Baubeginn ist bereits auf den 8. April 2013 festgesetzt. Bürgermeister Johann Zeh rechnet mit einer Fertigstellung noch im Jubiläumsjahr 2014. Es wird nicht nur mit der Sanierung begonnen, auch der künftige Museumsleiter oder die -leiterin soll 2013 ebenfalls gesucht und gefunden werden. Auch der besseren Arrondierung des Umfeldes steht nichts mehr im Wege. Die Zuschussbewilligung der Regierung von Schwaben für den Abbruch zweier Altbauten an der Hauptstraße liegt vor. Das andere große Neubaugebiet am Rande der Innenstadt ist das Gelände des ehemaligen Altenheims an der Sedan- und Martinstraße. Der Verkauf des Geländes an einen Investor steht demnächst bevor. 

Neues Wohnviertel 

Das ehemalige Altenheimgelände wird sich in ein Wohnviertel verwandeln, weil sich die vom Stadtrat favorisierte Hotelnutzung nicht verwirklichen lässt. „Ohne konkreten Betreiber für ein Hotel finde sich auch kein Investor“, verdeutlicht der Bürgermeister. Die Stadt wird für dieses Wohnbaugebiet in den nächsten Monaten einen Bebauungsplan erstellen. Zuerst erfolgt der Abbruch des alten Gebäudes. „Ich gehe davon aus, dass im Sommer dort mit dieser Maßnahme begonnen wird“, so der Rathauschef. Gleich nebenan geht es ebenfalls um geregelte Weiterentwicklung. Der Bebauungsplan Gierenbach soll aufzeigen, was im Viereck zwischen Gymnasium, Martinstraße und Sedanstraße künftig gebaut werden darf. Vor allem werden voraussichtlich Wohnbauten möglich werden. Nachdem die Stromnetze künftig wohl von einer Stromnetzgesellschaft der VKW mit kommunaler Beteiligung betrieben wird, ist abzusehen, dass die VKW-Betriebsgebäude im Gebiet Gierenbach weiterhin notwendig sind. Das könnte Sitz der neuen Stromnetzgesellschaft werden. Für zwei weitere Gebiete reifen ebenfalls Bauabsichten. Am Nadenberg entsteht ein neues Wohnbaugebiet. Und im Gewerbegebiet „Hauser-Wiesen“ sollen Flächenzuschnitte geändert und eine Erweiterung geprüft werden. Es gibt nur noch wenige größere freie Baugrundstücke, wovon eines bereits durch Option für eine Firmenerweiterung belegt ist. Der Gestaltungswettbewerb Innenstadt (Schwerpunkt Stadtplatz und angrenzende Hauptstraße) soll zunächst im Stadtparlament und dann auch mit der Bürgerschaft diskutiert werden. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen einzuleiten. Fertiggestellt wird in 2013 die neue Kinderkrippe in der Lauenbühlstraße. Sie soll im Herbst in Betrieb gehen. Ob damit die Krippen- und verbleibenden Kindergartenplätze ausreichen, bleibt Zeh zufolge abzuwarten. Gegebenenfalls müssten Erweiterungsmöglichkeiten be­stehender Einrichtungen ge- prüft werden. Im westlichen Teil des Friedhofs soll 2013 ein Parkareal entstehen mit Rundwegen, Denk- mal, Brunnen und Bänken. Der Stadt ist es gelungen, den westlichen Zugang durch Grundstückskauf zu sichern. Bei der Überplanung der Blumenstraße geht es um eine bessere Anbindung von hüben und drüben durch Querungshilfen für Radfahrer und Fußgänger. Umgesetzt wird diese Maßnahme jedoch nicht vor dem Jahr 2014. Als große Straßenerneuerung steht 2013 die Staufner Straße an. Dort werden auch Markierungen für Radsteifen vorgesehen und die Einmündung der Alemannenstraße soll verbessert werden. cut

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