200 Liter Diesel ausgelaufen

Da der Diesel durch die Ritzen im Pflaster in die darunter liegende Kiesschicht sickerte, musste das Pflaster aufgerissen werden, damit der Kies entsorgt werden konnte. Foto: Schubert

Es kam alles zusammen: Ein voll getankter Linienbus, eine lose Abdeckplatte am Busbahnhof und eine abgerissene Treibstoffleitung. 200 Liter Dieseltreibstoff schossen vergangene Woche aus dem Bus auf das Kopfsteinpflaster, strömten in die Abdeckschächte und in die städtische Kanalisation, die Überlaufschächte und damit auch noch in die vorbei fließende Ach.

Das löste einen Großalarm bei der Isnyer Feuerwehr aus, die mit voller Besetzung und schwerem Gerät damit beschäftigt war, den Schaden einzugrenzen und den ausgeströmten Treibstoff unter Kontrolle zu bringen. Die Schächte wurden ausgesaugt und das kontaminierte Wasser in Auffangbehälter gepumpt. Direkt in der Ach und an der Einmündung in die Argen errichtete die Feuerwehr Ölsperren. Der Unfall-Bus wurde abgeschleppt und die vollgelaufenen Sickerschächte gereinigt. Durch die Ritzen im Pflaster war der Diesel in die darunter liegende Kiesschicht gelaufen. Daher musste das Pflaster aufgerissen werden. Die Kiesschicht wurde abgetragen und entsorgt. Der nachsickernde Treibstoff war laufend zu binden und eigentlich war das Ganze ein Wettlauf gegen die Zeit. Den direkten Einsatz hat die Isnyer Feuerwehr bravourös gemeistert, Hilfen waren dennoch notwendig. Die Ravensburger Feuerwehr schickte einen Absaugwagen der den Inhalt der Auffangbehälter aufnahm und auch noch die Reste der Kanalspülung aufsaugen konnte. Die Feuerwehr aus Kißlegg half mit Bindemitteln aus. Bis weit nach Mitternacht zog sich die Aktion hin. Aufräumarbeiten und Sanierungsmaßnahmen sind noch immer zu tätigen. Eine positive Meldung gab es ebenfalls: Die Ölsperren an der Ach hielten und so konnte eine Verunreinigung der Argen vermieden werden.

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