Lockerere Bebauung

Insgesamt acht neue Häuser sollen auf der „Jakobwiese“ entlang der Alfred-Weitnauer-Straße entstehen: Vier Punkthäuser im vorderen Bereich sowie zwei viergeschossige Zeilen und zwei fünfgeschossige Punkthäuser dahinter. Grafik: Bauverwaltung

Die „Jakobwiese“ war einst eine große grüne Fläche im Kemptener Westen. In den vergangenen Jahren ist sie nach und nach zu einem immer größeren Wohngebiet gewachsen und bald soll auch die letzte freie Fläche bebaut werden. Im Bauausschuss am vergangenen Donnerstag stellte Baureferentin Monika Beltinger die Pläne der Städtebaugesellschaft für Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen (Sozialbau) für den Bereich zwischen Alfred-Weitnauer-Straße, Wohnhof, Rottachtobel und Kathan-Häuser vor.

„Das vorliegende städtebauliche Konzept für die Flächen sieht vier Punkthäuser mit unveränderter Viergeschossigkeit an der Alfred-Weitnauer-Straße vor“, erläuterte Beltinger. Im Innenbereich nach Westen sollen sich an die Stelle der dreigeschossigen, dreiseitigen Hofbebauung zwei viergeschossige Zeilen mit zwei fünfgeschossigen Punkthäusern abwechseln (vgl. Grafik). Die Idee sei, den Geschosswohnungsbau weiterzuführen, verdeutlichte Beltinger. Es seien keine Wohnhöfe mehr vorgesehen, sondern eine lockerere Bebauung. Nur Flachdächer Die von der Städtebaugesellschaft vorgesehene Geschosszahl überschreitet die bisher im Bebauungsplan festgelegte Höhe. Durch Geländeveränderungen und Abgrabungen soll das geregelt werden. Aufgrund der neuen Höhenentwicklung sind bei Berücksichtigung der nachbarlichen Belange nur Flachdachgebäude möglich. Stellplätze für die Wohnungen sollen in Tiefgaragen unter den Häusern errichtet werden. Die Tiefgaragendächer werden zu begrünten Außenräumen zwischen den Gebäuden. Städtebauliche Ziele der Änderungen des bisherigen Bebauungsplans sind unter anderem die Auflösung der „Hofhäuser“, die Auflockerung und Öffnung nach Westen und die „Verzahnung“ mit der vorhandenen Grünstruktur. „Die Entflechtung tut der Bebauung sicherlich gut, das ist vom Grundsatz her ein positiver Schritt“, meinte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Stadtrat entscheidet Die Mitglieder des Bauausschusses empfahlen dem Kemptener Stadtrat abschließend einstimmig, die fünfte Änderung des Bebauungsplan „Jakobwiese“ zu beschließen, um die Voraussetzung für die geplante Bebauung zu schaffen. Wie Baureferentin Monika Beltinger betonte, soll jedoch auch die Kemptener Bevölkerung frühzeitig an den Planungen beteiligt werden. Daher wird voraussichtlich am Montag, 24. Oktober, in den Räumen der neuen JuFa in der Stadtbadstraße eine Bürgerinformation stattfinden. Die Baureferentin hofft außerdem, dass bis Dezember ein konkreter Entwurf vorliegt.

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