Lösung für Zentralhaus gefunden?

In schöner Regelmäßigkeit ist eine Sperrung der nördlichen Bahnhofstraße für den Verkehr im Gespräch. Vor allem die Grünen drängen seit jeher darauf. Wie es aussieht, könnten ihre Träume möglicherweise bald Realität werden – Informationen des KREISBOTE zufolge gibt es nämlich einen potenziellen Investor für das Zentralhaus. Und sollte der auf einer Sperrung der Bahnhofstraße für den Verkehr bestehen, wäre die Stadtverwaltung offenbar bereit, ihm entgegen zu kommen, sickerte vergangene Woche durch. Wenig Hoffnung besteht dagegen nach wie vor, bald einen Käufer für das leere SinnLeffers-Gebäude zu finden.

Wie der KREISBOTE vergangene Woche aus zuverlässiger Quelle erfahren hat, gibt es einen potenziellen Interessenten für das Zentralhaus. Dessen Pläne für eins der großen Sorgenkinder in bester Innenstadtlage sind offenbar schon recht konkret. So sollen – vorausgesetzt die Beteiligten können sich einigen – wesentliche Teile des Zentralhauses bis auf das Hotel abgerissen und neu gebaut werden. Im Zuge der Arbeiten soll auch der Eingangsbereich des Hotels ein neues, attraktiveres Gesicht an einem besser einsehbaren Standort erhalten. Darüber hinaus gibt es von Seiten des Investors Überlegungen, zumindest die nördliche Bahnhofstraße für den Autoverkehr zu sperren. Informationen des KREISBOTE zufolge wäre die Stadtverwaltung diesbezüglich durchaus zu Zugeständnissen bereit. Schließlich bereitet der hohe und langanhaltende Leerstand in diesem Bereich der Fußgängerzone der Stadtspitze schon seit geraumer Zeit Kopfzerbrechen. "Es tut sich etwas" Bei der Rosco-Unternehmensgruppe im hessischen Bad Hersfeld, dem Besitzer des Gebäudes, hält man sich bedeckt. Trotz mehrfacher Anfrage wollte sich am Montag niemand dazu äußern. Dr. Richard Schießl, Leiter des Amts für Wirtschaft und Stadtentwicklung, ließ zumindest durchblicken, dass hinter den Kulissen etwas passiert. „Es tut sich etwas“, bestätigte er am Montag. Weiter wollte aber auch er sich nicht dazu äußern und verwies auf die Rosco-Unternehmensgruppe als Besitzer und Verhandlungspartner. Kaum Hoffnung macht man sich dagegen im Rathaus, schnell einen neuen Investor oder Mieter für das leerstehende SinnLeffers-Gebäude zu finden. Zumal die Besitzverhältnisse undurchsichtig sind. Einst im Besitz der britischen Dawnay Day, gehört es mittlerweile nach Angaben von Christian Wacker von der Treveria einem britischen Fonds. Wacker sucht derzeit einen Mieter für die Immobilie. Aber auch „Cushman&Wakefield“ ist laut Wacker involviert. Neues gebe es derzeit jedenfalls nicht zu vermelden, erklärte er am Montag. „Wir sind weiter in Verhandlungen“, so Wacker. Gerüchten zufolge sollen die Grundbuchschulden für das Haus aber deutlich höher sein als der eigentliche Gebäudewert.

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