Lob vom Bildungsminister

"Ein Paradebeispiel"

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Im Beisein des bayerischen CSU-Fraktionschefs Thomas Kreuzer (v.l.) überreicht Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle OB Dr. Ulrich Netzer das Gütesiegel.

Kempten – „Von Kempten kann man Lernen lernen“, meinte Bildungs- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle (CSU) am Mittwochvormittag anlässlich seines Besuches, bei dem er die Stadt mit dem Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“ auszeichnete.

Das Gütesiegel erhalten Landkreise und kreisfreie Städte, die sich dafür einsetzten, die Bildungsangebote und Bildungsqualität für die jungen Menschen zu verbessern. Insgesamt entwickeln sich derzeit 48 Landkreise und kreisfreie Städte zu einer Bildungsregion.

„Wir haben in Kempten gelernt, wie Bildungsregion funktionieren kann“, betonte Spaenle am Mittwoch im Rathaus. Denn die Illerstadt setzt sich nicht erst seit Beginn der Initiative „Bildungsregion Bayern“ für ein vernetztes Bildungsangebot in der Stadt ein, sondern startete bereits im Jahr 2006 das Projekt „zukunft bringt’s“, um in einem gemeinsamen Netzwerk von Kooperationspartnern aus Schule, Jugendhilfe, Bildungsträgern, Arbeitsverwaltung und Wirtschaft bedarfsgerechte und individuelle Maßnahmen für junge Menschen zu starten. „Kempten ist ein Paradebeispiel“, so Spaenle und die Bewerbung Kemptens zur Bildungsregion abgegeben habe, sei fast ein Lehrbuch.

Obwohl, wie OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) anführte, in Kempten bereits innerhalb der schulischen und außerschulischen Bildung auf umfangreiche Innovationen und beachtliche Erfolge für die jungen Menschen verwiesen werden kann, „war es sinnvoll, anhand der Konzeptvorgaben und der fünf Säulen der bayerischen Bildungsregion den in Kempten bereits erreichten Stand zu überprüfen, neu zu bewerten und daraus auch weitere innovative Lösungen zu entwickeln“. „Gutes kann immer noch besser werden“, betonte Netzer.

Viel investiert

Dass in Kempten die Bildung einen hohen Stellenwert hat, belegte der Rathauschef mit Zahlen: In den vergangenen fünf Jahren habe die Stadt rund 47 Millionen Euro für die Erweiterung, Sanierung und den baulichen Unterhalt der Schulen in Kempten aufgewandt. „Bis 2016 werden wir nochmals rund 19 Millionen dafür aufbringen.“ Neben den baulichen Maßnahmen wird aber auch der Ausbau der Mittags- und Ganztagsbetreuung vorangetrieben.

Die Verleihung des Gütesiegels „Bildungsregion in Bayern“ sei eine Zwischenetappe des Weges, meinte der ebenfalls anwesende bayerische CSU-Fraktionsvorsitzende und Stadtrat Thomas Kreuzer. „Der Weg hat damit begonnen, dass wir in Kempten festgestellt haben, dass es Defizite gibt. Wir hatten zu viele Jugendliche ohne Schulabschluss.“ Mit dem Projekt „zukunft bringt’s“ habe die Stadt „massiven Erfolg“ gehabt und bewiesen, dass „man etwas ändern kann“. Fest steht für Kreuzer aber auch, dass diese Probleme nur vor Ort gelöst werden können, der Staat könne nur unterstützen.

„Ich freu mich, dass wir so weit gekommen sind, aber wir müssen noch besser werden“, so Kreuzer. Diesen Worten schloss sich auch Netzer an: „Wir sind stolz, eine Bildungsregion zu sein und werden diesen Anspruch auch weiterhin verfolgen. Für die Kinder und Jugendlichen in Kempten.“

Melanie Läufle

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