Preise überreicht

Festwochen-Kunst kommt gut an

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Kunstpreisgewinner Jürgen Bartenschlager (v.l.) wurde für sein hier richtig herum gehaltenes Werk „Smoke on the water“ von OB Thomas Kiechle ausgezeichnet. Daneben Gebärdendolmetscherin Ute Fieger.

Kempten – Kunst hat viele Facetten, wie die 65. Kunstausstellung im Rahmen der Allgäuer Festwoche zeigt. Der siebenköpfigen Jury ist es gelungen, trotz der – gemessen an den Vorjahren – abgespeckten Werkauswahl, eine ungewöhnlich breite Palette an Stilen, Techniken und Genres zu präsentieren.

Dass es von den insgesamt 452 eingereichten Arbeiten „nur“ 66 Werke von 57 Künstlerinnen und Künstlern in den Hofgartensaal der Kemptener Residenz geschafft haben, tut der Ausstellung gut – in Qualität und räumlich bedingter Möglichkeiten zur Wirkungsentfaltung. Vergangenen Freitagabend wurde sie – mit Gebärdendolmetscherin Ute Fieger – feierlich eröffnet und die drei Preisträger (der Kreisbote berichtete) vor rund 400 Gästen ausgezeichnet.

Über den Förderpreis der Dr. Rudolf-Zorn-Stiftung in Höhe von 3000 Euro für ihre Skulptur „Handtücher“ freute sich die 1989 in Memmingen geborene Julia Miorin, den sie von Kulturamtsleiter Martin Fink überreicht bekam.

Den mit 4000 Euro dotierten Thomas-Dachser-Gedenkpreis nahm der gebürtige Immenstädter Manfred Küchle für seine beiden Federzeichnungen „Aufmarsch der Fliegen“ und „Wurmparade“ aus den Händen von Annemarie Simon, Tochter des Stiftungsgründers, entgegen.

Den Kunstpreis der Stadt Kempten übergab OB Thomas Kiechle an den gebürtigen Trunkelsberger Fotografen Jürgen Bartenschlager für seine mit „Smoke on the Water“ betitelte fotografische Interpretation von Schallplattenrillen. Was die einen als „kleine Realsatire“ bezeichneten, andere schmunzelnd als Zeichen der vielfältigen Interpretationsvariation von Kunst deuteten: Erst gegen Ende der Laudation des OB auf das ausgezeichnete Werk, das so lange auch auf der Bühne präsentiert wurde, merkte Bartenschlager an, dass es verkehrt herum gezeigt werde, was zu Erheiterung auf und vor der Bühne beitrug.

Den angenehmen musikalischen Rahmen gab das „Posaunen Qunitett der Musikschule Oberallgäu Süd“ unter Leitung von Axel Maucher und als Hingucker hatten sich Herrschaften der „Commedia del Arte“ unter die Gäste gemischt.

Mehr zur Ausstellung lesen Sie in der nächsten Mittwochsausgabe des Kreisboten. Geöffnet ist die 65. Kunstausstellung im Rahmen der Festwoche noch bis 14. September täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Führungen werden donnerstags um 16 Uhr und samstags um 11 Uhr angeboten.

Christine Tröger

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