Magenreuter informiert SPD-Senioren

Viel Zeit nahm sich Bürgermeister Rainer Magenreuter beim Informationsnachmittag der SPD-Senioren. Foto: Schubert

Fast schon eine Traditionsveranstaltung ist der Besuch von Bürgermeister Rainer Magenreuter beim Informationsnachmittag der sozialdemokratischen Seniorinnen und Senioren Isnys. Eine ganze Reihe von Themen gab es vergangenen Freitag im Gasthaus Hirsch zu behandeln, denn turbulent war das Jahr 2010 allemal.

Ein Thema brennt noch immer nicht nur dem Bürgermeister unter den Nägeln, aber ihn hat es besonders betroffen gemacht. Am Freitag, 21. Januar 2011, dem Termin der Infoveranstaltung im Gasthaus Hirsch, war er exakt drei Jahre im Amt. Durch seine gesamte bisherige Amtszeit zieht sich die „heiße Phase“ der Umgestaltung des Isnyer Krankenhauses. Vom Eckpunkte-Papier der OSK mit fünf verschiedenen Modellen (wobei Modell eins die Auflösung der Krankenhäuser Leutkirch und Isny vorsah) bis hin zu den vollmundigen Reden beim 100-jährigen Bestehen des Isnyer Krankenhauses. „Jetzt sind wir bei Modell sechs und der Unzahl des Jahres 2010: 19 Betten sind keine vernünftige Grundlage für den Betrieb des Hauses“, meinte Magenreuter und machte darauf aufmerksam, dass diese Zahl nicht im Gesamtkonzept des nun etablierten Klinikums Westallgäu vorkomme. „Hier steht nur die Gesamtzahl der Betten in allen drei Häusern.“ Betten ausgelastet Am 31.Januar werden sich der kommissarische Geschäftsführer der OSK, Dr. Sebastian Wolf, und Dr. Gradl, Internist ist Chefarzt am Isnyer Krankenhaus, im Gemeinderat vorstellen. Noch immer sind die Isnyer nicht mit der nun vollzogenen Umgestaltung einverstanden. Die Belegzahlen in Isny sprechen eine ganz andere Sprache. Drei Wochen nach der Umstellung waren die 19 Betten zu 100 Prozent ausgelastet. Weitere Betten hätten in der nächsten Etage in Betrieb genommen werden müssen. Die niedergelassenen Ärzte sind nun noch immer im Gespräch und würden gerne den Verkauf des Krankenhauses an den Kreis rückgängig machen und als Ärzteinitiative zu betreiben. „Wenn das Isnyer Krankenhaus doch wegfallen sollte sind wir bereit es zu privatisieren.“ – Das ist jedenfalls auch den Worten des Bürgermeisters zu entnehmen. Bei der Stadtsanierung im Bereich der Altstadt sieht Magenreuter Fortschritte, auch wenn die Informationen darüber dringend wieder einmal öffentlich diskutiert werden sollten. „Wir haben tatsächlich Sponsoren in Aussicht mit denen wir weiter planen“, sagte er am Freitag. Beim Neuen Stadttor nach den Plänen des bekannten Architekten Peter Zumthor will sich der Bürgermeister verstärkt dafür einsetzen, dass die Bürger wieder stärker mit einbezogen werden. Nach wie vor hält er das Projekt, falls es realisiert werden kann, für einen starken Publikumsmagneten und für eine Möglichkeit im Bewusstsein der eventuellen Besucher der Region Neugier zu erwecken. Mit der finanziellen Situation schien er recht zufrieden zu sein. „Wir können uns glücklich schätzen, dass es in den Isnyer Betrieben so gut läuft“, so Bürgermeister Magenreuter. Die anschließende Fragerunde brachte wenig neue Erkenntnisse. Rainer Magenreuter gab ausführlich Auskunft, ging zu den einzelnen Tischen und bemühte sich um klare Aussagen und zufriedene Gesichter. Die nächste Veranstaltung der sozialdemokratischen Seniorinnen und Senioren wird aller Voraussicht nach am 18. März um 14.30 im Gasthaus Hirsch stattfinden. Dann stellen sich Erst- und Zweitkandidat für die Landtagswahl Peter Clement und Otto Ziegler vor.

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