"Man hat eine gute Zeit zusammen"

OB Dr. Ulrich Netzer (v.l.), Anton Klotz, Vorsitzender der Kreisspitalstiftung Kempten, Mario Dalla Torre, Vorsitzender der BSG Allgäu, Anwohnerin Lydia Martin und Oliver Stiller, Quartiersmanager, beiom Spatenstich. Foto: Kesel

„Und was tut man auf einem Marktplatz?“, fragte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). „Man redet miteinander, versorgt sich mit Dingen des täglichen Bedarfs, spielt miteinander und hat eine gute Zeit zusammen“, erklärte das Stadtoberhaupt anschließend. Nach über dreijähriger Planung war es vergangene Woche nun soweit: Am Marktplatz Im Oberösch in Sankt Mang konnte der erste Spatenstich für die Neugestaltung im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt Sankt Mang“ erfolgen.

Mario Dalla Torre, Vorsitzender der BSG Allgäu und damit Bauherr des Vorhabens, war überzeugt: „Das Oberösch wird in neuem Glanz erstrahlen.“ Die Schaffung einer Baumreihe mit Anger vor der Ladenzeile, die Neuerung der Grün-, Spiel- und Aufenthaltsflächen für Jung und Alt, eine Brunnenanlage auf dem Vorplatz des Cafés und Ruhe- und Aufenthaltsbereiche in der Umgebung der Seniorenwohnanlage sollen in Angriff genommen werden. Die BSG erhält für den Umbau eine Förderung von rund 65 Prozent, bestehend aus der Übernahme eines Kostenanteils durch die Stadt Kempten und Zuwendungen des Programms „Soziale Stadt“. Mario Dalla Torre erläuterte die Ziele dieses Programms. Dementsprechend beabsichtige man eine Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen sowie der wirtschaftlichen Basis im Stadtteil. Zudem sollen sozialintegrative Maßnahmen die Lebenschancen der Menschen erhöhen und Image, Öffentlichkeitsarbeit und Identifikation des Quartiers stärken. Im Rahmen dieses Konzepts wurden in den letzten vier Jahren bereits die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts eines Spielparks an der Magnusstraße und die Eröffnung des „Miniladens“ Im Oberösch erfolgreich bewerkstelligt. Durch den neugestalteten Marktplatz möchte man nun vor allem Angebote für Ältere schaffen, die Freizeitangebote und Freiraumqualitäten verbessern und die Nahversorgung stärken. So lautete im Mai 2007 der Beschluss im Handlungskonzept des Stadtrats. OB Netzer lobte besonders die gute und intensive Zusammenarbeit in der Planungsphase zwischen der BSG, dem Büro „Geiger und Waltner Landschaftsarchitekten“ und der Stadt. Doch auch die Bürger und Bürgerinnen seien in Bürgerbeteiligungen einbezogen worden. Neue Schritte geplant Die Maßnahme wird in den folgenden Jahren durch weitere Bauabschnitte vollendet werden. Hierfür sollen als künftiger Schritt die Parkflächen an der Hanebergstraße umgestaltet werden um den Platz besser für den öffentlichen Verkehrsraum zugänglicher zu machen. Zum Abschluss seiner Rede bedankte das Stadtoberhaupt sich bei der BSG nicht nur für ihr vorbildliches Wirken als Bauherr, sondern auch für den „kräftigen Einsatz“ und die „wichtigen Impulse“ die sie im Stadtteil Sankt Mang zeige.

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