"Man kann’s hier gut aushalten"

Mit den Vertretern der Stadt mal so richtig ins Gespräch kommen und eigene Anliegen und Ideen vortragen: Davon machten viele Leute bei der Bürgerversammlung im Thingers Gebrauch. Auch OB Dr. Ulrich Netzer hatte sich unters Volk gemischt Foto: omp

„Wie sicher fühlen Sie sich in Kempten?“ So eine Umfrage gab die Stadt 1999 in Auftrag. Und völlig unüberraschend landete dabei der Stadtteil Thingers auf dem letzten Platz. Durch erheblichen Zuzug nicht integrierter Personen waren in Teilbereichen dieses Stadtteils zahlreiche Konflikte entstanden. So wurde noch im gleichen Jahr das Projekt „Soziale Stadt“ ins Leben gerufen. „Was damit in zehn Jahren erreicht wurde – darauf können wir stolz sein“, sagte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) am Dienstag vergangener Woche anlässlich einer Bürgerversammlung im Thingers.

Richtig harmonisch ging es im Bürgertreff zu, keine Spur von Zerwürfnissen wie vor einem Jahrzehnt. Und so beschäftigten sich die Bürger überwiegend mit „Allerweltsthemen“, wie sie in jedem anderen Stadtteil auch angesprochen werden könnten. Was aber nicht heißt, dass diese Themen unbedeutend wären. Mehr Kinderkrippenplätze sind berechtigter Wunsch, und so will die Stadt laut OB rasch dem gestiegenen Bedarf gerecht werden. Auch der Holzschnitzel-Belag des Bolzplatzes soll überprüft werden, weil dieser offenbar für Ballspiele weniger geeignet sei. Die Klage über Tempo-30-Sünder und rücksichtslose Radfahrer oder Biker ist fast überall ein Ärgernis – da forderten die Bürger mehr Kontrollen. Natürlich gebe es noch gelegentlich nächtliche Ruhestörungen und Müllansammlungen durch Jugendliche, hieß es. Aber die Leute lobten auch die Stadtvertreter an den Themenwänden. So seien im Thingers die Straßen gut ausgebaut worden. Was vor allem für den Finkenweg gelte, der durch Verschwenkungen in Kombination mit neuen Parkbuchten und Bepflanzungen seinen Ruf als „Rennstrecke“ verloren habe, so einige Bürger. Besorgter Bürger

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