Kampf gegen Raser

Tempo runter

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Um das Tempo der Autofahrer stadteinwärts zu drosseln, sollen die Parkplätze auf die andere Straßenseite verlegt werden.

Kempten – Nach Klagen von Anwohnern hat die Bauverwaltung reagiert und einen Plan ausgearbeitet, wie stadteinwärts fahrenden Rasern in der Mariaberger Straße Einhalt geboten werden soll. Als zielführend betrachtet das Tiefbauamt dabei den Bau neuer Parkplätze zwischen Wohnbebauung und Kleingartenanlage gegenüber den jetzigen Stellplätzen. Der Verkehrsausschuss stimmte dem Vorschlag am vergangenen Montagabend einstimmig und ohne Diskussionen zu.

Derzeit ist nach Auskunft von Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann im Bereich der Wohnbebauung Parken lediglich in der Innenkurve der Mariaberger Straße möglich. „Das führt dazu, dass für stadtauswärts fahrende Fahrzeuge die Sicht auf entgegenkommende Fahrzeuge schlecht ist und daher immer wieder gefährliche Situationen auftreten“, erläuterte Wiedemann. Darüber hinaus hätten Geschwindigkeitsmessungen die Klagen der Anwohner bestätigt: „Teilweise wird mit überhöhter Geschwindigkeit in den bebauten Bereich eingefahren“, so Wiedemann. Ein zunächst angedachtes eingeschränktes Halteverbot auf der Ostseite der Straße stelle keine Lösung dar. „Das hätte den Nachteil, dass in diesem Bereich keine Parkplätze mehr vorhanden wären“, betonte der Amtsleiter. Außerdem bedeute „freie Fahrt“ in der Regel auch ein höheres Tempo.

Als besseren Ansatz betrachten die Fachleute im Tiefbauamt den Bau von sechs Parkplätzen (bisher fünf) in der Außenkurve gegenüber den jetzigen Parkplätzen. Das führe dazu, dass die Parkplätze etwa einen Meter in die Fahrbahn hinein ragen. Am Beginn und Ende jeder Parkbucht sollen Verschwenkungen eingebaut werden. „Diese Lösung“, sagte Wiedemann, „hat den Vorteil, dass – im Gegensatz zur derzeitigen Lösung – zwar Begegnungsverkehr möglich ist, durch die teilweise in den Fahrbahnbereich parkenden Fahrzeuge jedoch eine optische Bremse vorhanden ist, die im Regelfall auch zu geringeren Fahrgeschwindigkeiten führt.“ Kosten soll der Umbau etwa   11 000 Euro. Matthias Matz

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