Neue Regionalmanagerin

Vielfalt der Region entwickeln

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Mariam Issaoui leistet nun Vorarbeit für die nächste Leader-Förderperiode. Voraussetzung ist ein weiterentwickeltes Regionalentwicklungskonzept zwischen Alpsee und Bodensee.

Lindenberg/Westallgäu – Der neuen Regionalmanagerin Mariam Issaoui fällt vor allem dieser in den Köpfen getrennte Landkreis auf. „Dies in Teilen zu überwinden, ist eine der Hauptherausforderungen für die wbf (Westallgäu-Bayerischer Bodensee Fördergesellschaft mbH)“, erklärt sie.

Dabei hat sie selbst jeden Morgen eine gewaltige Steigung zu bewältigen. Und abends auf dem Heimweg zwingt die Landschaft ihr ein starkes Gefälle auf, denn Mariam Issaoui wohnt in Lindau und hat ihr Büro in Lindenberg. Da merkt sie schon, dass keine direkte Straße Lindenberg und Lindau verbindet; jede führt im Bogen um Österreich herum.

Umso wichtiger wird das Motto „Vielfalt gestalten und nachhaltig entwickeln“, das sich die Leader-Aktionsgruppe im aktuellen regionalen Entwicklungskonzept gegeben haben. Schwerpunkte sind Tourismus, soziale Verantwortung und regionale Produkte. Auch allgäuweite sowie grenzübergreifende Projekte stehen auf dem Programm.

Für mehr Zusammenwachsen sieht sie gute Ansätze durch touristisch bespielte Themenfelder wie zum Beispiel Wasserwege.

Die neue wbf-Geschäftsführerin kommt zum Ende einer Förderperiode in eine florierende Leader-Region, die in Bayern durch die Zahl der umgesetzten Projekte und die Höhe der abgerufenen Fördermittel ganz vorne liegt. Seit 2006 wurden 75 Projekte auf den Weg gebracht und 4,5 Millionen Euro Fördermittel verwendet. Die Projekte müssen bis 2015 abgeschlossen sein.

Für die wbf geht es nun darum, die bisherigen Projekte zu bewerten, nach Erfolg und Nachhaltigkeit aber auch nach Schwachstellen zu fragen und diese Erfahrungen in ein fortgeschriebenes regionales Entwicklungskonzept einfließen zu lassen. „Ein Beispiel: die Streuobstwanderwege werden sehr gut angenommen. Wir wer-den uns überlegen, wie wir das Angebot weiterführen können“, erläutert die Regionalmanagerin.

Dieses weitergeführte Konzept soll auch durch breite Bürgerbeteiligung erarbeitet werden und bis Mitte 2014 fertig sein. Damit kann sich das Gebiet von Nonnenhorn bis Thalkirchdorf um die nächste Förderperiode bewerben. Mariam Issaoui weiß bereits, wo ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegen wird: „Wichtig sind nachhaltige Projekte.“

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