Mehr Klarheit

Das Sanierungsgebiet (rot umrandet) in der südlichen Isnyer Altstadt. Grafik: Stadtverwaltung

Zwei Tage lang hatten sich jetzt die Gemeinderäte, die Zuständigen der Stadtverwaltung und Mitglieder des Bürgerforums in Klausur begeben. Auch eine Reihe von Experten war dazu geladen worden. Hauptthema der Klausur war die Sanierung der Altstadt hinter dem Marktplatz und in den Bereichen Obertorstaße und Bergtorstraße, mit der es endlich weiter gehen soll.

Der Anfang für die Sanierung ist längst gemacht. Die meisten der Grundstücke sind bereits im Besitz der Stadt Isny, Gespräche mit den Bürgern haben stattgefunden und die Pläne sind nach und nach ergänzt worden. Trotzdem herrschte im Großen und Ganzen Unsicherheit und Unklarheit. Vor allem die unterschiedlichen Gruppierungen wie Anlieger, Bürgerforum und Gemeinderats-Fraktionen waren noch nicht im gemeinsamen Boot und Investoren hielten sich vornehm zurück. Das soll nun anders werden: Vom Hallgebäude bis zum Neubau einer Stadtbücherei, vom der Zeit stattfindenden Abbruch einiger Gebäude bis zum Vorstellen potenter Investoren war alles in die zwei Tage hinein gepackt worden. Ergebnisse waren auch zu verzeichnen – entschieden ist jedoch noch nichts. Entscheidungen sind nicht Sache einer Klausur, sondern später Aufgabe des Gemeinderats in den normalen Abläufen der Sitzungen. Trotzdem, so Claus Fehr, Leiter des städtischen Fachbereiches Bauen, und Bürgermeister Rainer Magenreuter, könne man mit dem Ergebnis mehr als zufrieden sein. Standpunkte haben sich angenähert und das ganze Areal ist in mehrere Bereiche aufgeteilt worden. Geschäftsräume, Wohnbereiche und öffentliche Nutzung haben ihren Stellenwert bekommen. Die automatische Parkierung in einem von „Direct Parc“ zu errichtenden Gebäude wird Favorit, die Stadtbücherei erhält danach einen Neubau der den modernen Anforderungen entspricht. Immerhin haben sich außerdem drei Investoren vorgestellt. Die Namen bleiben allerdings bis zur konkreten Phase noch in der Schublade, um weitere Gespräche nicht zu stören.

Meistgelesene Artikel

Stadtgeschichte: Die letzte Hinrichtung in Kempten

Kempten – Am Freitag, 20. Januar 1928, um 8 Uhr morgens, fand im Hofe des Landgerichtsgefängnisses in der Weiherstraße die letzte Hinrichtung in …
Stadtgeschichte: Die letzte Hinrichtung in Kempten

Inklusion Thema beim SPD-Neujahrsempfang

Kempten – Das neue Jahr wird ein Jahr in dem einiges entschieden wird. In den Vereinigten Staaten von Amerika wurde am Freitag ein Präsident …
Inklusion Thema beim SPD-Neujahrsempfang

Schnell eingliedern mit "LASSE"

Kempten – Christian Kühn ist ein ganz normaler Mann. Täglich pendelt der 33 Jahre alte Familienvater von Füssen nach Kempten zur Arbeit. In der …
Schnell eingliedern mit "LASSE"

Kommentare