Mehr Schulsozialarbeit

Auf Initiative der beiden Allgäuer Abgeordneten Thomas Gehring und Adi Sprinkart haben die Grünen im Bayerischen Landtag einen Antrag eingebracht, um Schulsozialarbeit an allen Schularten zu ermöglichen und ihre Finanzierung auf eine neue Grundlage zu stellen.

Bisher werden Schulsozialarbeiter/innen an Haupt-, Förder- und Berufsschulen sowie an Grundschulen mit besonderen Voraussetzungen vom Freistaat bezuschusst. „Um den Schülerinnen und Schülern der anderen Schularten ebenfalls Hilfe bei der Bewältigung persönlicher Lebenskrisen anbieten zu können, muss Jugend- bzw. Schulsozialarbeit verstärkt an allen Grundschulen sowie auch Realschulen und Gymnasien verankert werden“, so Bildungspolitiker Gehring. „Wir sind davon überzeugt, dass Schulsozialarbeit eine originäre Aufgabe der Schule ist, deshalb muss sie vom Sozialministerium in das Ressort des Kultusministeriums verlagert werden“, betont sein Fraktionskollege Adi Sprinkart. Im Haushaltsplan für Unterricht und Kultus solle sodann unter einem neuen Titel „Schulsozialarbeit“ ein jährlich wachsender Fördermitteltopf eingerichtet werden, aus dem Schulen auf Antrag mittelfristig mit 50 Prozent vom Freistaat bezuschusst werden. Mangelhafte Versorgung Dem Antrag der Bayerischen Grünen zufolge soll bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode das Ausbauziel des Freistaats Bayern von ursprünglich 1000 Jugendschulsozialarbeitsstellen umgesetzt werden. Das bedeutet einen jährlichen Zuwachs von 200 zusätzlichen Vollzeitstellen, statt den bisher von der Staatsregierung geplanten 60 Stellen. „Die Versorgung der bayerischen Schulen mit Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeitern ist noch sehr mangelhaft mit derzeit nur etwa 400 Vollzeitstellen“, so Gehring, schulpolitischer Sprecher der Fraktion.

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