Meisterhafte Leistung

Inhaber der mit einer Meisterhaft-Urkunde ausgezeichneten Innungs-Betriebe und die Ehrengäste: Innungsobermeister Gabriel Lerchenmüller (v.l.), Andrea Haupt vom Landesinnungsverband, Hans-Peter Rauch, Vizepräsident der Handwerkskammer Schwaben, Stefan Köberle von Holzbau Köberle in Rettenberg, Georg Heinzelmann von Holzbau Heinzelmann in Durach, Else Buhmann von Holzbau Buhmann in Weitnau, Willy Karg von Holzbau Karg in Haldenwang und Hubert Bader von Holzbau Bader in Waltenhofen. Foto: prb

„Die Urkunde ‘Meisterhaft’ zeichnet Spitzenleistungen im Handwerk aus, und diese Urkunden berechtigen Sie, das Label ‘Meisterhaft’ in der jeweiligen Kategorie, für die sie sich mit viel Aufwand und Einsatz qualifiziert haben, bis zum 31. März 2013 zu führen“, so Josef Ambros, Obermeister der Zimmerer-Innung Ostallgäu, in seiner rede. Anlass war die Verleihung der Urkunden in einer gemeinsamen Innungsversammlung aller Allgäuer Zimmerer-Innungen (Memmingen-Mindelheim, Lindau, Kempten, Oberallgäu und Ostallgäu) anlässlich der „Meisterhaft – Re-Zertifizierung 2011“ auf dem Nebelhorn bei Oberstdorf.

Spitzenleistungen der Betriebe des Allgäuer Zimmererhandwerks auch auf der Spitze des Allgäus zu verleihen, sei sicherlich ein sehr würdiger Rahmen für dieses Ereignis, so Ambros. Im Jahr 2005 habe sich die Arbeitsgemeinschaft der Allgäuer Zimmerer-Innungen der Qualitätsoffensive „Meisterhaft – Bauen mit Meisterqualität“ des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB) angeschlossen und diese in ihren Reihen konsequent umgesetzt. Ausschlaggebend sei die mehrfache Novellierung der Handwerksordnung gewesen, was insbesondere auch dem bis dahin sehr guten Image des Meistertitels geschadet habe. „Mit der letzten Novellierung von 2004 scheint die Handwerksordnung ihren Charakter des Verbraucherschutzes verloren zu haben. Qualität ist nachrangig. Die Quantität ist vorrangig geworden“, beklagte Ambros. Es liege daher am Handwerk, eine neutrale Beratungsinstanz zu schaffen: „Wir, die Innungsbetriebe, müssen für Vertrauen und Sicherheit stehen!“ „Meisterhaft“ sei deshalb eine wichtige Initiative zur Orientierung von Bauinteressierten, die von einem Handwerksbetrieb wissen wollen, was sie erwarten können, die kompetente Anbieter wollen, die ihre Wünsche umsetzen, so Ambros. Mit „Meisterhaft“ habe der ZDB seit 2005 ein der Sterne-Bewertung im Hotel- und Gaststättengewerbe vergleichbares Label geschaffen. Nachweis erforderlich Auch der Vizepräsident der Handwerkskammer für Schwaben, Hans-Peter Rauch, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des „Meisterhaft“-Labels. Dieses könne nicht einfach erworben oder gekauft werden, sondern die Betriebe müssten durch die Zertifizierung beweisen, dass sie wirklich „meisterhaft“ sind. Andrea Haupt vom Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks, die gemeinsam mit Hans-Peter Rauch die Urkunden überreichte, konnte dazu noch das positive Ergebnis der Re-Zertifizierung bekannt geben: Über zehn Prozent der Betriebe konnten hochgestuft werden. Baubetriebe werden auf Grundlage definierter Anforderungsprofile wie folgt ausgezeichnet: „Meisterhaft Haken“ für die Mitgliedschaft in einer Innung oder Fachgruppe. „Meisterhaft drei Sterne“ für die allgemeine Weiterbildung, um auf dem aktuellen Stand der Technik zu bleiben. „Meisterhaft vier Sterne“ für die intensive Weiterbildung in den Bereichen Arbeitsschutz/Personal, Technik/Umwelt, Recht und Unternehmensführung jeweils in speziellen Seminaren als Zusatz zu den Leistungen der Drei-Sterne-Betriebe. „Meisterhaft fünf Sterne“ für zusätzliche Fremdüberwachungen oder anderer staatlich anerkannte Abschlussprüfungen, also Kontrollen durch die externen Prüfer in den zuvor genannten Sachgebieten. Als unabhängige Akkreditierungsstelle sichert die Zertifizierung Bau e.V. in Berlin eine kontinuierliche Überwachung und gewährleistet durch die zwei-jährige Re-Zertifizierung die Nachhaltigkeit der gesamten Initiative.

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